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17.06.2008 10:04

Raumordnung: Mitteldeutsche Kommunen an Projekt der Universitäten Halle-Wittenberg und Leipzig beteiligt / Experten-Workshop am 18. Juni

Dipl.-Journ. Carsten Heckmann Öffentlichkeitsarbeit
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Trotz zurückgehender Einwohnerzahlen wächst in Deutschland der Umfang ausgewiesener Wohn- und Gewerbeflächen. Dies ist nicht nur aus ökologischer Sicht, sondern auch unter Kostengesichtspunkten problematisch. Denn immer weniger Menschen müssen für die Kosten un- oder untergenutzter Wohn- und Gewerbegebiete aufkommen. Hier setzt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt KoReMi ein. Dabei ist Mitteldeutschland die Modellregion für ein gemeinsames Forschungsprojekt der Universitäten Halle-Wittenberg und Leipzig. Wissenschaftler beider Einrichtungen diskutieren am Mittwoch, 18. Juni 2008, von 10 bis 15 Uhr gemeinsam mit Experten aus ganz Deutschland über Möglichkeiten, um die Neuausweisungen von Flächen zu reduzieren.

    Der Expertenworkshop steht unter der Leitung des MLU-Sozialgeographen Professor Dr. Klaus Friedrich. Es geht dabei vor allem um die Analyse von Interessenskonflikten zwischen Kommunalplanung und Landesvorgaben. Dazu haben sich 86 Kommunen aus Sachsen-Anhalt und Sachsen an einer Umfrage zur Praxis ihrer Flächenplanung beteiligt. Die Ergebnisse wurden den Vorgaben der beiden Länder u. a. zur Wohn- und Gewerbeflächenentwicklung gegenübergestellt. Ein wesentlicher Aspekt ist das Aufzeigen von Kooperationserfordernissen zwischen den verschiedenen Entscheidungsträgern in der Untersuchungsregion. Mögliche Lösungsansätze werden in nachfolgenden Workshops mit an der Umfrage beteiligten Kommunen diskutiert.

    Im Projekt KoReMi geht es um Ziele und übertragbare Handlungsstrategien für ein kooperatives regionales Flächenmanagement unter Schrumpfungstendenzen in der Kernregion Mitteldeutschland (rund um die Städte Halle und Leipzig).

    Ansprechpartner:
    Prof. Dr. Klaus Friedrich
    Tel.: 0345 55 26008
    E-Mail: klaus.friedrich@geo.uni-halle.de


    Bilder

    Die Kernregion Mitteldeutschland, die im Fokus des Projekts KoReMi steht.
    Die Kernregion Mitteldeutschland, die im Fokus des Projekts KoReMi steht.
    Quelle: Entwurf: Brandl, Universität Leipzig

    Bevölkerungsentwicklung 1995 bis 2005 in den Gemeinden des Untersuchungsraumes
    Bevölkerungsentwicklung 1995 bis 2005 in den Gemeinden des Untersuchungsraumes
    Quelle: Datengrundlage: Statistische Landesämter Sachsen und Sachsen-Anhalt; Entwurf: Warner, MLU Halle-Wittenberg, Sozialgeographie


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geowissenschaften, Wirtschaft
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Die Kernregion Mitteldeutschland, die im Fokus des Projekts KoReMi steht.


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    Bevölkerungsentwicklung 1995 bis 2005 in den Gemeinden des Untersuchungsraumes


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