Prof. Dr. Rainer Thomasius erhielt am Donnerstag den diesjährigen Lucie-von-Wehren-Preis der "LsD-Stiftung - Leben statt Drogen" für seine erfolgreiche Weiterentwicklung von Suchtprävention und Suchtbehandlung bei Kindern und Jugendlichen.
"Professor Thomasius verbindet bei Drogenprävention und Suchtbehandlung die Wissenschaft mit der Praxis", begründet Stiftungsgründerin Lucie von Wehren die Wahl der "LsD-Stiftung - Leben statt Drogen". Prof. Dr. Thomasius hat vielversprechende Ansätze in der Präventionsforschung aufgezeigt und effektive Therapieformen entwickelt, um süchtige Kinder und Jugendliche zu behandeln. Professor Thomasius ist Wissenschaftler und Ärztlicher Leiter des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Zudem leitet er den Bereich Suchtstörung des UKE, zu dem die Drogenambulanz gehört, sowie die künftige Jugend-Suchtklinik, die derzeit aufgebaut wird.
"Professor Thomasius ist ein hervorragender Wissenschaftler, auch in der Vorhersage von Drogenkonsum im Kindes- und Jugendalter", sagte Prof. Dr. Klaus Püschel, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin des UKE. Denn um besonders gefährdete Zielgruppen unter den Jugendlichen zu erreichen, müssen Suchtprävention und -behandlung stetig weiterentwickelt werden. Obwohl aktuelle Untersuchungen auf einen Rückgang des Tabak- und Cannabiskonsums bei vielen Jugendlichen hinweisen, hat sich der Anteil der regelmäßigen Cannabiskonsumentinnen und -konsumenten nicht bedeutend reduziert. Beim Alkoholkonsum Jugendlicher ist sogar eine Zunahme des Rauschtrinkens ("Binge Drinking") zu beobachten. Zudem tauchen im Suchthilfesystem verstärkt auch behandlungsbedürftige Jugendliche auf.
Die LsD-Stiftung ist eine Initiative Betroffener und engagierter Eltern. Sie wurde 2004 gegründet und verleiht den mit 1.000 Euro dotierten Stiftungspreis zum zweiten Mal. Die Stiftung möchte mit diesem Preis ein Zeichen setzen für eine effektive Drogenprävention.
Auf Wunsch mailen wir Ihnen gerne Fotos von der Preisverleihung.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Psychologie
überregional
Forschungsergebnisse, Personalia
Deutsch

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