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20.06.2008 09:28

Afrikanische Stipendiaten der VolkswagenStiftung zum Sommerworkshop in Halle

Dipl.-Journ. Carsten Heckmann Öffentlichkeitsarbeit
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Sechs afrikanische Doktoranden mit einem von der VolkswagenStiftung über die Verwaltung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) vergebenen Stipendium weilen mit ihren Betreuern vom 23. Juni bis 18. Juli 2008 zu einem Trainingsworkshop in Halle. Die Stipendiaten aus Äthiopien, Sudan, Tschad, SierraLeone/Liberia und Südafrika forschen in ihren Ländern zu Konflikten und dem Einfluss von international entwickelten Konfliktlösungsmodellen auf lokale Gesellschaften. In Halle nehmen die Studenten und ihre Betreuer sowohl an einem Gemeinschaftsprogramm des Seminars für Ethnologie der MLU und des Max-Planck-Instituts für ethnologische Forschung teil als auch an einem Workshop des Graduiertenzentrums "Graduate School Asia and Africa in World Reference Systems" ("Asien und Afrika in globalen Bezugssystemen").

    Die VolkswagenStiftung unterstützt seit 18 Monaten ein MLU-Forschungsprojekt über die Auswirkungen international entwickelter Modelle zum Umgang mit Konflikten in afrikanischen Ländern (Titel: "Travelling Models in Conflict Management"). Initiiert wurde das Projekt von Prof. Dr. Richard Rottenburg, Direktor des Seminars für Ethnologie der MLU und Projektleiter, und Dr. Thomas Kirsch, der mittlerweile am "Department of Anthropolgy, Goldsmiths" der Universität London tätig ist. Projektkoordinatorin ist Dr. Andrea Behrends vom Seminar für Ethnologie der MLU. Beteiligt sind weiterhin Prof. Dr. Günther Schlee, Direktor des Max-Planck-Instituts für ethnologische Forschung in Halle sowie PD Dr. Jaqueline Knörr und Dr. Veronika Fuest vom selben Institut auf deutscher Seite sowie je ein Professor und ein Doktorand aus den sechs afrikanischen Ländern.

    Das für drei Jahre geförderte Projekt verläuft von Beginn an sehr erfolgreich. "Alle Teilnehmer konnten Forschungen zu Konfliktmanagement in ihren Ländern durchführen. Diese wurden auf bisher zwei Treffen in Stellenbosch in Südafrika und Bamako in Mali, Westafrika, intensiv zwischen den Stipendiaten, den afrikanischen Betreuern und den sechs deutschen 'Länderpartnern' diskutiert", sagt die Projektkoordinatorin Dr. Andrea Behrends vom Seminar für Ethnologie der MLU. Sie fügt hinzu: "Nachdem nun die Forschungsphase beendet ist, stehen die Auswertung der Daten sowie die Ausformulierung der Doktorarbeiten an. Für Anfang 2009 ist dann eine Buchveröffentlichung mit dem Titel 'Travelling models in conflict management' geplant, die ich herausgeben werde."

    Die Stipendiaten und ihre Betreuer aus sechs afrikanischen Ländern nehmen auch an der "Langen Nacht der Wissenschaften" teil und besuchen die deutsche Hauptstadt Berlin.

    Ansprechpartnerin:
    Dr. Andrea Behrends
    Seminar für Ethnologie
    Tel.: 0345 55 24201
    E-Mail: andrea.behrends@ethnologie.uni-halle.de


    Weitere Informationen:

    http://www.ethnologie.uni-halle.de/forschung/projekte/travellingmodels


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft
    regional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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