Internationale Tagung der Universität in Erfurt und Oßmannstedt
Eine hochkarätig besetzte Tagung von Literaturwissenschaftlern und Wieland-Experten aus aller Welt findet vom 26. bis 28. Juni 2008 an der Universität Erfurt statt. Der Blick wird dabei auf die Übersetzungen Christoph-Martin Wielands gerichtet sein. Getagt wird in der Kleinen Synagoge in Erfurt sowie in Oßmannstedt.
Zu den 20 Referenten zählen u.a. die Literaturwissenschaftler Professor Dr. Wilhelm Voßkamp (Köln), Prof. Dr. Rüdiger Campe (USA/ Yale University), Professor Dr. Stefan Rieger (Bochum) und Professor Dr. Alexander Honold (Basel). "Wir wollen junge Nachwuchswissenschaftler mit renommierten Wieland-Forschern zusammenbringen", umreißt Professor Dr. Wolfgang Struck das Anliegen der Tagung, die er zusammen mit der Literaturwissenschaftlerin Professor Dr. Bettine Menke organisiert hat. Die, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierte, Tagung wird am Donnerstag (26. Juni) um 14.30 Uhr in der Kleinen Synagoge an der Stadtmünze eröffnet. Am 27. Juni wird auf dem Gut Oßmannstedt bei Weimar getagt, wo Wieland von 1797 bis 1803 lebte.
Im Rahmen der Tagung werden die Übersetzungen Wielands selbst als Thema angesprochen, darüber hinaus seine Übersetzungskommentare und damit eine "Verdoppelung des Verhältnisses von Text und Übersetzung in der Relation von Text und Paratext", so Struck. "Die Shakespeare-Übersetzungen, einer der Kerne unseres Interesses an Wieland, weisen darüber hinaus in ein weites Feld der Übertragungen und Wirksamkeiten - wie auch der gerade in diesem Feld auftretenden Verstellungen und Blockaden". Das Feld des auf Wielands Übersetzungen zu datierenden Deutschen Shakespeare sei namentlich durch die brisante Konstellation von Wieland - Goethe - Romantik abgesteckt. Es könne bezüglich der Wirksamkeiten, Verstellungen und Blockaden gerade nicht darum gehen, die Positionen Wielands etwa als Aufklärer, gegen die vermeintlichen Schwärmer usw. zu rekonstruieren und derart Wieland gleichsam zu vereinnahmen, um ihn in Stellung zu bringen gegen diverse vermeintliche Irrationalismen, sondern Wielands Positionen selbst, seine diversen Vereinnahmungen und Verwerfungen seien (in ihren gegenseitigen Abhängigkeiten) zu beobachten und zu hinterfragen. Die Tagung werde neben den Leistungen Wielands als Übersetzer und Kulturvermittler auch gerade den Missverständnissen und Verstellungen ihr Interesse schenken.
http://www.uni-erfurt.de/literaturwissenschaft/wieland_tagung.htm
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Sprache / Literatur
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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