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01.07.2008 19:26

Bauingenieur-Studenten der FH Lausitz schufen für Denkmal "Sternenkinder" Regenbogen aus Beton

Ralf-Peter Witzmann Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fachhochschule Lausitz

    Studenten des Studienganges Bauingenieurwesen der FH Lausitz in Cottbus waren am Entwurf und Bau des am 28. Juni 2008 auf dem Friedhof im Senftenberger Ortsteil Brieske (Gartenstadt Marga) eingeweihten Denkmals "Sternenkinder" beteiligt.

    Sternenkinder sind tot geborene Kinder unter 500 Gramm Geburtsgewicht, die nach dem deutschen Bestattungsgesetz keinen Namen und keine Sterbebescheinigung haben und für die es keine eigene Grabstelle gibt. Ihren Eltern und Angehörigen wurde auf Initiative des Hospizdienstes Oberspreewald-Lausitz e.V., der Martin-Luther-Kirchengemeinde Brieske und des Bestattungshauses Mehl in Lauchhammer mit dieser kostenlosen Gemeinschaftsgrabstätte ein Ort des Erinnerns und der Trauer geschaffen. An dem Projekt unter Schirmherrschaft des Bürgermeisters der Stadt Senftenberg, Andreas Fredrich, beteiligten sich viele freiwillige Helfer und Sponsoren. Auch Studenten und Lehrende des Studienganges Bauingenieurwesen der FH Lausitz waren aktiv dabei.

    Unter Betreuung von Prof. Dr. Gerd Bürger, Prof. Dr. Gert Gebauer und Dipl.-Chem. Marlies Kanter entwarfen und bauten die Studenten einen Regenbogen aus hochfestem hellen Sichtbeton. "Dazu wurden insgesamt zwölf Einzelelemente im Versuchslabor der Fachhochschule in Cottbus vorgefertigt", berichte Professor Gebauer. "Die komplizierte Geometrie des Regenbogens erforderte eine aufwändige Schalung, die von den Studenten kreativ konzipiert und gebaut wurde. Um eine anspruchsvolle, glatte und porenfreie Betonoberfläche zu erzielen, wurde ein selbst verdichtender Beton entwickelt, der ohne zusätzliche Verdichtung in die vorbereitete stehende Schalung vergossen werden konnte."

    Nach dem Aushärten des hochfesten Betons wurden jeweils sechs Einzelelemente in versetzter Anordnung mit einem speziellen Betonkleber zu einem Bauteil zusammengefügt. Die beiden fertigen Bauteile mit einem Gesamtgewicht von etwa 600 Kilogramm wurden vom Cottbuser Campus der FH Lausitz auf den Friedhof nach Brieske transportiert und in Betonfundamenten verankert. Abschließend wurde zum Schutz der hellen Sichtbetonoberfläche gegen Verschmutzung eine farblose Imprägnierung aufgebracht. Im Zentrum des Denkmals befindet sich eine von dem Holzkünstler Peter Scholte-Reh aus Sedlitz geschaffene Skulptur.

    Durch die Initiatoren und Auftraggeber wurde bestätigt, dass die Bauingenieur-Studenten der FH Lausitz ihr Projekt innovativ und dem Ansinnen entsprechend anspruchsvoll realisiert haben.

    Weitere Informationen:

    Fachhochschule Lausitz
    Fachbereich Architektur/ Bauingenieurwesen / Versorgungstechnik
    Prof. Dr. Gert Gebauer
    Telefon: 0355 5818-617
    E-Mail: ggebauer@abv.fh-lausitz.de


    Bilder

    Das Denkmal für Sternenkinder auf dem Friedhof in Brieske mit dem von Studierenden und Lehrenden aus dem Bauingenieurwesen der FH Lausitz in Cottbus geschaffenen Regenbogen aus Beton und der Skulptur des Holzkünstlers Peter Scholte-Reh aus Sedlitz.
    Das Denkmal für Sternenkinder auf dem Friedhof in Brieske mit dem von Studierenden und Lehrenden aus ...
    Quelle: Foto: Prof. Dr. Gert Gebauer/ FH Lausitz


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur, Gesellschaft, Kunst / Design, Musik / Theater
    überregional
    Forschungsergebnisse, Studium und Lehre
    Deutsch


     

    Das Denkmal für Sternenkinder auf dem Friedhof in Brieske mit dem von Studierenden und Lehrenden aus dem Bauingenieurwesen der FH Lausitz in Cottbus geschaffenen Regenbogen aus Beton und der Skulptur des Holzkünstlers Peter Scholte-Reh aus Sedlitz.


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