Anlässlich der Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Verbesserung der Hochschullehre erklärte der Generalsekretär des Stifterverbandes, Andreas Schlüter, heute in Essen:
"Mit seiner schonungslosen Kritik an der Lage der Hochschulen trifft der Wissenschaftsrat den Nagel auf den Kopf. Die Qualität der Hochschullehre muss dringend verbessert werden. Allerdings darf die Debatte sich nicht auf die Forderung nach mehr Mitteln und besseren Betreuungsrelationen beschränken.
Qualität in der Lehre ist weniger ein quantitatives Problem. Der Ruf nach mehr Geld für die Hochschulen greift deshalb viel zu kurz. Vielmehr ist die Vernachlässigung der Lehre ein Strukturproblem. Deshalb muss man ihm auch mit Strukturveränderungen begegnen.
Gute Lehre an der Hochschule ist ganz wesentlich das Produkt von didaktischer Kompetenz. Die Lehre an deutschen Hochschulen krankt maßgeblich daran, dass dieser Zusammenhang ignoriert oder sogar geleugnet wird.
Wir müssen den Stellenwert der Lehre an den deutschen Hochschulen erhöhen und ihre Qualität nachhaltig steigern. Ziel ist es, im deutschen Hochschulsystem langfristig eine Lehrkultur zu etablieren, die grundsätzlich denselben Qualitätsansprüchen genügt und einer ähnlichen Entwicklungsdynamik verpflichtet ist wie die Forschung.
Der Stifterverband wird deshalb die Einrichtung von Kompetenzzentren fördern, über die sich Experten vernetzen und Bildungsmaßnahmen konzipieren. Außerdem wird der Stifterverband Stipendien für wissenschaftliche Nachwuchskräfte ausloben. Sie sollen innovative Lehrkonzepte entwickeln und durchführen. Kernstück unserer Initiative wird ein gemeinsamer Wettbewerb mit der Kultusministerkonferenz sein, mit dem wir die überzeugendsten Zukunftskonzepte für die Lehre an Hochschulen auszeichnen wollen."
Pressekontakt:
Michael Sonnabend
Telefon: 0201/8401-181
E-Mail: michael.sonnabend@stifterverband.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).