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07.07.2008 13:31

Zwei neue Forschungsbauten für die Universität Tübingen

Michael Seifert Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Eberhard Karls Universität Tübingen

    Mit ZMBP und CIN/HIH im nationalen Wettbewerb erfolgreich

    Der Wissenschaftsrat hat am Freitag, dem 4. Juli beschlossen, 17 Forschungsbauten im Jahr 2008 für eine Mitfinanzierung des Bundes vorzuschlagen. Unter den 17 Forschungsneubauten bundesweit sind drei aus Baden-Württemberg und zwei davon an der Universität Tübingen, nämlich der Neubau für das "Werner-Reichardt-Centrum für integrative Neurowissenschaften" (CIN) und die Erweiterung des Hertie-Instituts für Klinische Hirnforschung (HIH) sowie der Neubau für das Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP). Für den Forschungsbau der Neurowissenschaften werden 20 Mio. Euro veranschlagt, für das ZMBP 36 Mio. Euro.

    Als Folge der Föderalismusreform liegt die Finanzierung des Hochschulbaus jetzt in der alleinigen Verantwortung der Länder. Nur bei der Finanzierung von Forschungsneubauten beteiligt sich der Bund zur Hälfte an den Kosten. Diese Neubauten werden unter Federführung des Wissenschaftsrates in einem bundesweiten Ausschreibungsverfahren ermittelt. Zentrales Kriterium ist die herausragende wissenschaftliche Qualität und nationale Bedeutung der in diesen Neubauten geplanten Forschungen. Universitätsrektor Bernd Engler erklärt zu der Bewilligung zweier Neubauten: "Wir sind hoch erfreut und stolz, gleich mit zwei Neubauten gegen große Konkurrenz bestehen zu können. Dies bedeutet für die Universität Tübingen als Forschungsuniversität einen enormen Schub und noch größere internationale Sichtbarkeit."

    Der Forschungsneubau für die Neurowissenschaften und das Exzellenzcluster CIN wird die neuen Arbeitsgruppen (sieben neurowissenschaftliche Professuren und neun Juniorgruppen), die beiden Graduiertenschulen des Exzellenzclusters und die Erweiterung des HIH aufnehmen. Es wird Teil eines neurowissenschaftlichen Campus sein, der in unmittelbarer Nachbarschaft zum bestehenden Hauptgebäude des HIH und den Universitätskliniken entstehen wird. "Dieser Campus der kurzen Wege wird einen intellektuellen Austausch ermöglichen, der in Europa einzigartig ist. Er wird Tübingen zu einer Spitzenposition unter den internationalen neurowissenschaftlichen Forschungszentren verhelfen", erklärt Prof. Hans-Peter Thier, Leiter des CIN. "Die frühe Einbindung von Studierenden in die Forschung wird durch die Integration der beiden neurowissenschaftlichen Graduiertenschulen in das Gebäude sichergestellt werden." Über den Neubau hinaus, der eine Nutzfläche von 3490 m2 haben wird und mit dem im Herbst 2008 begonnen werden soll, werden Großgeräte im Wert von rund 10 Mio. Euro gemeinsam von Bund und Land übernommen.

    Der Neubau des ZMBP wird 5400 m2 umfassen und mit modernen Labor- und Versuchsräumen für alle 250 Mitarbeiter des ZMBP Platz bieten. Dort werden die Wechselwirkungen von Pflanzen mit ihrer Umwelt in einem interdisziplinären und fakultätsübergreifenden Ansatz erforscht. Durch das Zusammenspiel modernster Technologien der Molekular-, Entwicklungs- und Zellbiologie sowie der Biochemie können auch hoch komplexe Fragestellungen sehr viel detaillierter bearbeitet werden, als es bisher möglich war. Die nun bewilligte Zusammenführung aller Forschergruppen des ZMBP unter einem Dach erleichtert zudem den intensiven Austausch zwischen den einzelnen Gruppen. "Jetzt wird der ursprüngliche Zentrumsgedanke konsequent umgesetzt. Der Neubau ist ein wichtiger und überfälliger Entwicklungsschritt für uns und die Pflanzenforschung in Deutschland insgesamt. Die mit dem Neubau nun vollständig umgesetzten modernen Strukturen sichern nicht nur die intensive Forschung sondern lassen nun auch die Verwirklichung neuer, fächerübergreifender Lehr- und Ausbildungskonzepte zu", erklärt Klaus Harter, Geschäftsführender Direktor am ZMBP. Zum Neubau, mit dem 2009 begonnen werden soll, kommen 7 Mio. Euro an Mitteln für die Einrichtung hinzu.

    Die Empfehlungen des Wissenschaftsrats unter: www.wissenschaftsrat.de

    Unter der URL http://www.uni-tuebingen.de/uni/qvo/pm/pm2008/pm-08-097.html
    finden sich zwei Abbildungen der geplanten Neubauten, die wir auf Wunsch gerne in Druckauflösung zusenden.

    Über das CIN:

    Das "Werner-Reichardt-Centrum für Integrative Neurowissenschaften" (CIN) an der Universität Tübingen ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund, der seit November 2007 als Exzellenzcluster im Rahmen der Exzellenzinitiative der DFG gefördert wird. Das CIN wird von sechs Fakultäten (Biologie, Medizin, Mathematik und Physik, Informations- und Kognitionswissenschaften, Philosophie und Geschichte und Neuphilologie), dem Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik, den Sonderforschungsbereichen 437, 441 und 550, dem Hertie-Institut für klinische Hirnforschung, dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung und einer Vielzahl interner und externer Partner unterstützt.
    Das CIN versucht in einem interdisziplinären Ansatz zu klären, wie unser Gehirn Funktionen ermöglicht und wie Erkrankungen des Gehirns Funktionen beeinträchtigen. Daher vereint das CIN ein weites Spektrum von naturwissenschaftlichen Kompetenzen und bietet zudem eine Plattform für den interdisziplinären Dialog mit maßgeblichen Repräsentanten geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Mit der Einrichtung von insgesamt 7 neuen neurowissenschaftlichen Professuren und 9 Juniorgruppen, mit unterschiedlichen Ausrichtungen, soll dieser interdisziplinäre Ansatz weiter gefördert werden.

    http://www.neuroscience-tuebingen.de/cin/

    Über das HIH:

    Weitere Impulse für die Tübinger Neurowissenschaften verspricht die anstehende Erweiterung des Hertie-Institutes für klinische Hirnforschung (HIH) sowie die Förderung des HIH im Rahmen der Demenz-Initiative des Bundes. Durch die direkte Nachbarschaft des Neubaus zum HIH-Hauptgebäude werden Schlüsseltechnologien für die bildgebende Darstellung von Gehirnfunktionen wie etwa die Kernspintomographie, die Magnetencephalographie und die Multiphotonenmikroskopie gemeinsam genutzt werden.
    Das HIH ist ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Eberhard Karls Universität Tübingen und wurde 2002 eröffnet.

    http://www.hih-tuebingen.de

    Über das ZMBP:

    Das Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP) ist ein interfakultärer und interdisziplinärer Forschungsschwerpunkt an den Fakultäten für Biologie und für Chemie und Pharmazie der Universität Tübingen. Seit seiner Gründung 1999 nimmt das ZMBP in den Fachbereichen Genetik, Molekularbiologie, Biochemie, Zellbiologie, Physiologie und Entwicklungsbiologie von Pflanzen sowohl in der Forschung als auch in der Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern/Innen eine internationale Spitzenstellung ein. Dies belegen eine Vielzahl von Publikationen in international führenden Wissenschaftsjournalen, ein hohes Drittmittelaufkommen, starkes Engagement in nationalen und internationalen Forschungsverbünden sowie die exzellenten Begutachtungen durch einen unabhängigen Wissenschaftlichen Beirat (ISAB). Mehr als 20 Rufe auf Professuren im In- und Ausland in den letzten acht Jahren sind ein deutlicher Beleg für das exzellente Forschungsumfeld - insbesondere für Nachwuchswissenschaftler.
    Flache Hierarchien, Globalhaushalt, eigenverantwortliches Forschen in enger Verflechtung mit anderen Gruppen und die breite Unterstützung durch die Zentralen Service-Einrichtungen am ZMBP bieten optimale Rahmenbedingungen für Diplomanden, Doktoranden, Postdoktoranden und Gruppenleiter in insgesamt 16 unabhängigen Forschergruppen. Moderne Strukturen, die ständige Weiterentwicklung der verwendeten Methoden und Technologien und die Einbettung der Arbeitsgruppen in nationale und internationale Forschungskonsortien sichern die internationale Wettbewerbsfähigkeit und den außergewöhnlichen Status des ZMBP.

    http://www.zmbp.uni-tuebingen.de und/oder Development & Communication
    Matthias Hendrichs (Tel.: (07071) 29-73095; E-Mail: mh@uni-tuebingen.de)


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Mathematik, Medizin, Physik / Astronomie
    überregional
    Forschungsprojekte, Organisatorisches
    Deutsch


     

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