Am Sonntag, den 13.7.2008, jährt sich das Eröffnungsdatum der neuen Ausstellungen "Evolution in Aktion" des Museums für Naturkunde Berlin. Ein Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr - ein Blick in eine projektreiche Zukunft - feiern Sie mit uns bei freiem Eintritt von 10-20 Uhr!
Am 13. Juli 2007 war es endlich soweit: Unter großer Aufmerksamkeit der Berliner Bevölkerung wurden, vier Ausstellungssäle des Museum für Naturkunde Berlin, u.a. der weltberühmte Dinosauriersaal, wiedereröffnet. Sie waren zweieinhalb Jahre im Rahmen der Teilerneuerung der Ausstellungen geschlossen gewesen. Allein an den ersten drei Tagen nach der Wiedereröffnung kamen 40.000 Besucher. Nun feiert das Museum das einjährige Jubiläum und möchte den Berlinerinnen und Berlinern sowie ihren Gästen am 13. Juli für ihr anhaltendes Interesse mit einem Museumsfest bei freiem Eintritt und verlängerten Öffnungszeiten bis 20.00 Uhr danken. Ein Besucher wird an diesem Tag stellvertretend für die ca. 720.000 Gäste des vergangenen Jahres, das entspricht einer Verdreifachung der Besucherzahlen, geehrt.
Vor dem Museum wird es Bewirtung, Kinderschminken, Tombola, Musik und diverse Mitmach-Aktionen für Kinder und Jugendliche geben. Die temperamentvolle Frauenband "BrassAppeal" tritt um 16.30 Uhr und 17.30 Uhr auf. Das Mikroskopierzentrum im Humboldt-Exploratorium des Museums hat ebenfalls geöffnet. Museumspädagogen werden an verschiedenen Stationen Interessantes zu den Ausstellungsobjekten erzählen. Dazu gehört natürlich der Brachiosaurus brancai "Oskar", der mit einer Größe von 13,27 Metern weltweit größte in einem Museum aufgestellte Dinosaurier. "Dies wurde offiziell durch die Redaktion des 'Guinnessbuchs der Rekorde' bestätigt", freut sich Reinhold Leinfelder, Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin. Die Urkunde wird erstmalig präsentiert neben weiteren Auszeichnungen, Preisen sowie einer auszugsweisen Dokumentation des umfangreichen Medienechos, das einem Anzeigenäquivalenzwert von ca. 10 Millionen Euro entspricht. "Die neuen Ausstellungen haben bereits mehrere Preise gewonnen, darunter den B.Z. Kulturpreis und den Bscherr-Medienpreis", verkündet Leinfelder. "Die Juraskope, unsere interaktiven Ferngläser in die Zeit der Dinosaurier, sind mittlerweile mit dem Deutschen Multimedia Award, Gold des Art Directors Club Global, Silber des deutschen Art Directors Club, Bronze des britischen Kreativverbandes D&AD sowie zwei iF Design-Awards prämiert worden." An der Biodiversitätswand in den neuen Ausstellungen hängen zudem Objekte, die bei der diesjährigen Weltmeisterschaft der Präparatoren Goldmedaillen gewonnen haben.
Die hohen Besucherzahlen und die Auszeichnungen zeigen, dass vom Berliner Museum für Naturkunde ein völlig neues, innovatives und erfolgreiches Ausstellungsformat entwickelt wurde. "Die neuen Ausstellungen präsentieren auf 1800 qm das neue Bild, das sich Kosmologen, Geologen, Paläontologen und Biologen von unserem Planeten und dem Leben auf der Erde machen", so Ferdinand Damaschun, Leiter der Abteilung Ausstellung und Öffentliche Bildung. Die Ausstellungen sind dabei ein Fenster zur aktuellen Forschung des Museums auf dem Gebiet der Biodiversität und der biologischen Evolution. Diese wird meist 'hinter den Kulissen' betrieben, in den Sammlungen, Bibliotheken und Forschungslaboren. "Die Ausstellungen wurden deshalb so konzipiert, dass der Besucher an Originalobjekten die Ergebnisse der jüngsten und faszinierenden Forschungen zu sehen bekommt", betont Damaschun. Dabei spielen die Erkenntnisse zum Leben und Aussterben der riesigen Dinosaurier ebenso eine Rolle wie Meteorite aus dem All, die auf der Erde riesige Krater hinterlassen haben. Auch kann der Besucher gerade erst entdeckte neue Tierarten sehen - und solche, die vom Menschen ausgerottet wurden wie Quagga und Lappenhopf. Stets zeigt sich dabei, wie dynamisch das Leben auf der Erde ist, wie flexibel es reagiert. Es wird klar, dass Evolution kein abgeschlossener Prozess ist, sondern sich tagtäglich vor unserer Haustür abspielt.
Täglich strömt eine Vielzahl von Menschen, darunter zahlreiche Touristen, in das Museum für Naturkunde, wo sie sich, unterstützt durch museumspädagogische und -didaktische Erläuterungen, neues Wissen aneignen. Auch außerhalb der Öffnungszeiten haben viele Besucher im letzten Jahr das Angebot des Begleitprogramms wahrgenommen, das zum einen anspruchsvolle wissenschaftliche Vorträge zur neuen Dauerausstellung oder zur aktuellen Riff-Sonderausstellung "abgetaucht" bot, zum anderen aber auch mit kulturellen Höhepunkten überzeugte, wie 'HUM - die Kunst des Sammelns', ein künstlerischer Parcours durch eine der weltgrößten Forschungssammlungen. Bereits vor Fertigstellung der neuen Ausstellungen war das Museum für Naturkunde derart attraktiv, dass im Juni 2007 eine der wichtigsten Tagungen in Vorbereitung auf die UN-Konferenz zur Biologischen Vielfalt COP 9 im Museum und in Kooperation mit ihm durchgeführt wurde. An dieser Tagung nahm sogar Ahmed Djoghlaf, Generalsekretär der Biodiversitäts-Konvention teil.
Diese und weitere Veranstaltungen brachten viele wichtige Multiplikatoren in unser Haus, so konnte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt werden. Bei dieser Gelegenheit übernahm diese eine Ehrenpatenschaft über einen Seeadler aus der Uckermark. Auch die Bundesministerin für Bildung und Wissenschaft, Frau Annette Schavan, die in Vertretung der Bundeskanzlerin offiziell die neuen Ausstellungen eröffnete, übernahm eine Ehrenpatenschaft. Sie ist Patin eines Eulenpapageis.
Mit dem Relaunch der Patenschaftskampagne im Herbst sowie der Umbenennung und Umgestaltung des U-Bahnhofes Zinnowitzer Straße in "Museum für Naturkunde", dem Eintritt in die Leibniz-Gemeinschaft, attraktiven Sonderausstellungen im Darwin-Jahr 2009 sowie der Fertigstellung des im Aufbau befindlichen Ostflügels des Museums als Magazin für die wissenschaftlichen Alkoholsammlungen für das Jubiläumsjahr 2010 hat sich das Museum für Naturkunde nicht nur große Ziele gesetzt, sondern ist schon jetzt zu einem unübersehbaren Flaggschiff der Berliner Stadtentwicklung geworden.
Fotos zu den neuen Ausstellungen erhalten Sie unter: http://download.naturkundemuseum-berlin.de/presse/NeueAusstellungen
Fotos zur aktuellen Sonderausstellung "abgetaucht" erhalten Sie unter:
http://download.naturkundemuseum-berlin.de/presse/Riff
Weitere Fotos zu Highlights des vergangenen Jahres unter:
http://download.naturkundemuseum-berlin.de/presse/Einjahr
Fotocredit: wenn nicht explizit anders angegeben, "Museum für Naturkunde, Berlin".
Kontakt:
Museum für Naturkunde der Humboldt-Universität zu Berlin, Invalidenstr. 43, 10115 Berlin
Dr. Gesine Steiner, Öffentlichkeitsarbeit, Tel. +49(0)30 2093 8917 Fax. +49(0)30 2093 8914
e-mail gesine.steiner@museum.hu-berlin.de www.naturkundemuseum-berlin.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Geowissenschaften, Informationstechnik
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).