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11.07.2008 12:44

Bernd Husemann vom Astrophysikalischen Institut Potsdam erhält Physik-Studienpreis

Madleen Köppen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Astrophysikalisches Institut Potsdam

    Die Physikalische Gesellschaft zu Berlin lobt jährlich den von der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung gestifteten Physik-Studienpreis für herausragende Absolventinnen und Absolventen des Diplom-Physikstudiums aus. Am Donnerstag, dem 10 Juli 2008, erhielt Bernd Husemann vom Astrophysikalischen Institut Potsdam diese Auszeichnung. Seit 2004 verleiht die Stiftung den Physik-Studienpreis an die zehn besten Physik-Diplomabsolventen eines Jahres in Berlin und Potsdam. Bernd Husemann erhielt den mit 1.500 Euro dotierten Preis für seine herausragende Studienleistung, die er mit einer Diplomarbeit zum Thema "Integral Field Spectroscopy of Low-Redshift Quasars" abschloss. Diese Arbeit fertigte er am Astrophysikalischen Institut Potsdam (AIP) an. Die Preisverleihung fand im Rahmen einer öffentlichen Festveranstaltung im Magnus-Haus Berlin statt.

    Zur Person:

    Zum Physikstudium kam Bernd Husemann 2001 an die Universität Potsdam. Die Auswahl seines Studienortes fiel nicht zufällig auf Potsdam, schon damals hatte er das Ziel, Astronom zu werden. Während eines einjährigen Auslandsaufenthaltes an der Universität Southampton konnte Bernd Husemann bereits an einer Beobachtungsreise zum internationalen Observatorium auf La Palma/Spanien teilnehmen - eine außergewöhnliche Gelegenheit, die nur wenige Studenten erhalten. Als Übungsleiter für die Astrophysik-Einführungsvorlesung von Prof. Dr. Lutz Wisotzki erwies sich Bernd Husemann als Erfinder von kreativen und anspruchsvollen Übungsaufgaben.
    Der aus Ostwestfalen stammende Nachwuchswissenschaftler ist in seiner Freizeit unter anderem als ehrenamtlicher Organist tätig und spielt im Badminton-Club Potsdam.

    Zur Arbeit:

    Bernd Husemann fertigte seine Diplomarbeit am Astrophysikalischen Institut Potsdam (AIP) unter der Betreuung von Prof. Dr. Lutz Wisotzki an. Innerhalb von einem Jahr bewältigte er einen Arbeitsaufwand, den man fast mit einer Doktorarbeit vergleichen kann. Während dieser Zeit arbeitete sich der 27-jährige Nachwuchswissenschaftler als Experte in die Technik der optischen Integralfeld-Spektroskopie ein und wertete einen großen Satz von neuen Beobachtungsdaten aus. Im Ergebnis konnte Bernd Husemann als erster zeigen, dass 50 Prozent der Quasare über weit ausgedehnte Emissionslinienregionen verfügen, und dass deren An- oder Abwesenheit eng mit Eigenschaften der Quasarkerne zusammenhängen. Diese Ergebnisse überzeugten auch die Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die Fortsetzung des Vorhabens durch eine Doktorandenstelle zu fördern.
    Seit Mai 2007 betreut Prof. Wisotzki auch das Promotionsvorhaben von Bernd Husemann. In der Doktorarbeit führt der Diplom-Physiker am AIP die Untersuchungen an aktiven Galaxienkernen und deren Effekt auf die Galaxien weiter.

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    Das AIP beschäftigt sich vorrangig mit kosmischen Magnetfeldern und extragalaktischer Astrophysik. Daneben wirkt das Institut als Kompetenzzentrum bei der Entwicklung von Forschungstechnologie in den
    Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Das AIP ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Das AIP ist eine Stiftung privaten Rechts und ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft. Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören derzeit 82 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die wissenschaftliche Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung bearbeiten.


    Weitere Informationen:

    http://www.aip.de/pr/presse.html - Pressemitteilungen des AIP mit Bildmaterial
    http://www.aip.de - Astrophysikalisches Institut Potsdam


    Bilder

    Bernd Husemann [Foto: AIP]
    Bernd Husemann [Foto: AIP]


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Mathematik, Physik / Astronomie
    regional
    Personalia, Studium und Lehre
    Deutsch


     

    Bernd Husemann [Foto: AIP]


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