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24.07.2008 09:38

Galaxienherz durch die Staubbrille betrachtet

Michael Frewin Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

    Max-Planck-Forscher beobachten erstmals Materiescheiben in aktiven Sternsystemen

    Dass sie existieren, beweist die extrem starke Strahlung, die sie aussenden. So tief ins Innere hineinschauen konnten Astronomen jedoch bisher nicht in aktive Galaxien. Denn sie verbergen sich in einem Meer aus Staubwolken. Im Inneren vermutete man Schwarze Löcher, die Gas und Sterne aus ihrer Umgebung einsaugen. Die eingesammelte Materie kreist dann in der so genannten Akkretionsscheibe um den Kern und sendet den größten Anteil der Strahlung der Galaxie aus. Bis vor kurzem nur in der Theorie belegt, konnte eine solche Scheibe erstmals direkt beobachtet werden. Dazu hat ein internationales Team von Astronomen unter der Leitung von Makoto Kishimoto vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie nun eine geschickte Methode gefunden. Mit einem Polarisationsfilter haben die Forscher die störende Strahlung der Staubwolken ausgeblendet und das vorausgesagte Spektrum der Akkretionsscheibe experimentell bestätigt. (Nature, 24. Juli 2008)


    Weitere Informationen:

    http://goto.mpg.de/mpg/pri/200807231/


    Bilder

    Eine künstlerische Darstellung des Zentralbereichs einer aktiven Galaxie. Das sehr massereiche Schwarze Loch im Zentrum ist umgeben von einer Akkretionsscheibe und Staubwolken. Senkrecht zur Scheibe wird Energie in Form von Jets abgestrahlt.
    Eine künstlerische Darstellung des Zentralbereichs einer aktiven Galaxie. Das sehr massereiche Schwa ...
    Quelle: Bild: NASA E/PO - Sonoma State University, Aurore Simonnet


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geowissenschaften, Mathematik, Physik / Astronomie
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

    Eine künstlerische Darstellung des Zentralbereichs einer aktiven Galaxie. Das sehr massereiche Schwarze Loch im Zentrum ist umgeben von einer Akkretionsscheibe und Staubwolken. Senkrecht zur Scheibe wird Energie in Form von Jets abgestrahlt.


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