Nr. 228
Den Kinderschuhen entwachsen: ZEFIR
Interdisziplinäre Regionalforschung an der RUB
Auf den ersten Blick bleibt alles beim Alten: ZEFIR bleibt ZEFIR. Aber hinter dem bewährten Akronym des bisherigen "Zentrums für interdisziplinäre Ruhrgebietsforschung" verbirgt sich ab sofort ein neuer Name: "Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR)". Damit verleihen Institut und Rektorat der Ruhr-Universität der Tatsache Ausdruck, dass ZEFIR seinen Kinderschuhen, also dem alleinigen Ruhrgebietsbezug, inzwischen entwachsen ist und ein breites Angebotsprofil entwickelt hat, das auch eine europäisch und international vergleichende Perspektive gewonnen hat. "Natürlich verstehen wir uns trotzdem nach wie vor auch als das Ruhrgebietsinstitut der Bochumer Ruhr-Universität", unterstreicht Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier, Geschäftsführender Leiter des ZEFIR. "Wir forschen weiter über das Ruhrgebiet, aber nicht mehr exklusiv."
Sozialberichte, Bildungs-, Familien-, Politikforschung
Das ZEFIR war bei seiner Gründung 1989 unter dem Motto "Forschung in der Region für die Region" zunächst der erfolgreiche Versuch, Forscher und Forschungsprojekte, die sich mit dem Ruhrgebiet beschäftigten, zusammenzuführen und neue Projekte interdisziplinären Zuschnitts über das Ruhrgebiet zu initiieren und in die Region hinein zu wirken. "In den letzten zehn Jahren", so Prof. Strohmeier, "hat das Institut erhebliche Entwicklungsarbeit geleistet und ein Angebotsprofil entwickelt, das durch 'anwendungsbezogenen Grundlagenforschung' geprägt wird." Die Abteilungen von ZEFIR arbeiten auf den Gebieten Flächemanagement, Integrierte Sozialberichterstattung, Bildungsmonitoring, Familienforschung und lokale und regionale Politikforschung. Die Forschungen im Bereich Flächenmanagement haben inzwischen eine europäisch und international vergleichende Perspektive gewonnen, im Bereich Sozialberichterstattung bereitet ZEFIR derzeit unter anderem mit der Bertelsmann Stiftung die Entwicklung eines bundesweiten "Atlas of child development" in Adaption eines kanadischen Instruments vor. Für das Bildungsmonitoring entwickelt das Institut einen landesweiten "Sozialindex für Schulen". In der Familienforschung wurde zuletzt mit dem "Informations- und Qualifizierungszentrum für Kommunen (IQZ)" ein landesweites Dienstleistungsangebot des MGFFI eingerichtet, die Projekte im Bereich lokale und regionale Politikforschung (zuletzt die Evaluation der "lernenden Regionen") haben gleichfalls keine exklusiven Ruhrgebietsbezüge mehr.
Kunden wunderten sich oft
"Es hat sich im Kontakt mit Auftraggebern und Kooperationspartnern immer öfter als begründungsbedürftig erwiesen, dass wir als Institut "für Ruhrgebietsforschung" all die Dinge tun, wie wir durchaus erfolgreich auch außerhalb des Ruhrgebiets tun", begründet Prof. Strohmeier die Entscheidung für die Namensänderung. Aus dem Zentrum für "interdisziplinäre Ruhrgebietsforschung" ist ein interdisziplinäres Institut für Regionalforschung geworden. "Dies möchten wir auch nach außen durch die Namensänderung deutlich machen."
Weitere Informationen
Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung. Ruhrgebietsinstitut der RUB. ZEFIR
Ralf Himmelmann M. A., Geschäftsführer, Tel. 0234/32-24675, Fax: 0234/32-14253, E-Mail: zefir@rub.de, Internet: http://www.rub.de/zefir
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Gesellschaft
überregional
Forschungsprojekte, Organisatorisches
Deutsch

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