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31.07.2008 10:43

Pharmatechnologen der MLU mit Benchtop-MRI erfolgreich

Dr. Margarete Wein Öffentlichkeitsarbeit
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Dr. Hendrik Metz und Prof. Dr. Karsten Mäder vom Institut für Pharmazie der halleschen Universität und die Firma Oxford-Instruments entwickeln derzeit neue "Benchtop"-MRI-Geräte. Da die Benchtop-MRI-Technik keine supraleitenden Materialien benötigt, sprat sie Kosten.

    Eine Forschungsgruppe des Instituts für Pharmazie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) arbeitet zusammen mit der Firma Oxford-Instruments an der Entwicklung und Nutzung von "Benchtop"-MRI-Geräten. Die Benchtop-MRI-Technik benötigt keine supraleitenden Materialien und ist daher kostensparender als die bisher verwendete MRI-Technik.

    Die Magnetresonanztomographie (MRT, MRI, NMR-Imaging) ist eine nichtinvasive
    Technik, die zunehmend auch zur Charakterisierung von Arzneiträgersystemen genutzt wird. Allerdings wird der Einsatz der Methode durch sehr hohe Investitions- und Betriebskosten limitiert.

    Dr. Hendrik Metz und Prof. Dr. Karsten Mäder vom Institut für Pharmazie der Martin-Luther-Universität arbeiten zusammen mit der Firma Oxford-Instruments an der Entwicklung und Nutzung von "Benchtop"-MRI Geräten, die keine supraleitenden Materialien benötigen und somit die genannten Nachteile vermeiden.

    Aus dieser Zusammenarbeit wurde von der Firma Oxford-Instruments in enger Kooperation mit den halleschen Wissenschaftlern ein neues Benchtop-MRI-Gerät entwickelt, das als "Pharmasense" auf dem 35. "Annual Meeting of the Controlled Release Society" vom 12. bis 16. Juli 2008 in New York der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Benchtop-MRI-Technik zur Charakterisierung von Arzneiträgersystemen wird in Halle sehr vielseitig eingesetzt. Die Anwendungen reichen von Tabletten über Nano-Gele bis hin zum Tissue-Engineering.

    Großes Interesse an der Benchtop-MRI-Technik zeigen auch Forscher aus anderen Universitäten und der Pharmaindustrie. So wird im Rahmen einer Kooperation mit der Universität Genf und der Firma Novartis untersucht, wie man mittels Benchtop-MRI neue Erkenntnisse über osmotisch freisetzende Mehrschichttabletten gewinnen kann, um damit eine zielgerichtete Optimierung solcher Systeme durchzuführen. Hierdurch können problematische Arzneistoffe effektiver und sicherer freigesetzt und somit die Effizienz und Sicherheit der Arzneimitteltherapie gewährleistet werden.

    Der im Rahmen dieser Kooperation entstandene Konferenzbeitrag "Influence of the hydration kinetics and the viscosity balance on the drug release performance of push-pull osmotic systems." der Autoren V. Malaterre, H. Metz, J. Ogorka, K. Mäder, R. Gurny, und N. Loggia wurde auf dem 35. "Annual Meeting of Controlled Release Society" in New York, einem der wichtigsten Treffen der Arzneiträgerforschung, mit dem "CRS Outstanding Oral Drug Delivery Award" geehrt.

    Ansprechpartner:
    Prof. Dr. Karsten Mäder
    Institut für Pharmazie
    Fon: 0345 55 25167
    E-Mail: Maeder@pharmazie.uni-halle.de


    Weitere Informationen:

    http://pharmtech.pharmazie.uni-halle.de/ag-tech/


    Bilder

    Benchtop-MRI Bilder einer osmotisch freisetzenden Mehrschichttablette nach 1 und 2 Stunden Kontakt mit Freisetzungspuffer. Durch MRI ist nachweisbar, dass nach 2 Stunden die sich unteren Teil der Tablette befindliche osmotisch aktive Schicht deutlich stärker hydratisiert ist als die obere arzneistoffhaltige Schicht.
    Benchtop-MRI Bilder einer osmotisch freisetzenden Mehrschichttablette nach 1 und 2 Stunden Kontakt m ...
    Quelle: (Institut für Pharmazie der MLU)


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Benchtop-MRI Bilder einer osmotisch freisetzenden Mehrschichttablette nach 1 und 2 Stunden Kontakt mit Freisetzungspuffer. Durch MRI ist nachweisbar, dass nach 2 Stunden die sich unteren Teil der Tablette befindliche osmotisch aktive Schicht deutlich stärker hydratisiert ist als die obere arzneistoffhaltige Schicht.


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