Für ihr Buch "Frauen, die forschen" haben Bettina Flitner (Foto) und Jeanne Rubner (Text) 25 deutsche Spitzenforscherinnen begleitet - darunter die erst 31-jährige Mathematikerin Dr. Tanja Clees vom Fraunhofer Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI. Die Bilder der Künstlerin sind gleichzeitig in einer Fotoausstellung im Kölner FrauenMediaTurm (FMT) zu sehen. Zur Eröffnung der Ausstellung findet vom 5. bis 7. September 2008 zudem ein Symposium zum Thema Frauen in der Forschung statt, eröffnet von FMT-Günderin Alice Schwarzer und Wissenschaftsministerin Dr. Annette Schavan. Auch Tanja Clees wird zur Eröffnungsveranstaltung am 5. September anwesend sein.
Das Buch gibt nicht nur einen Einblick in die Arbeitswelt forschender Frauen, sondern schildert auch ihren Lebensweg und den Ursprung ihrer Faszination für die Wissenschaft. Der Leser erfährt von einer Tanja Clees, die zugleich Mutter und Projektleiterin ist. In ihrer Familie hatte es nie einen Wissenschaftler gegeben. Umso überraschter waren ihre Eltern, als Lehrer bereits früh ihr Talent für Mathematik bemerkten. Von der "öden" Schulmathematik enttäuscht, gewann sie jedoch landesweite Mathewettbewerbe und entdeckte schnell ihre Leidenschaft für praktische mathematische Probleme. In ihrem Studium der Mathematik an der Universität zu Köln vertiefte sie diese Vorliebe. Bereits im 6. Semester bekam sie ihre erste Stelle am Fraunhofer SCAI und promovierte schließlich am Lehrstuhl für Angewandte Mathematik/Wissenschaftliches Rechnen von Institutsleiter Prof. Dr. Ulrich Trottenberg. Thema ihrer Doktorarbeit waren Erweiterungen und Anwendungen des im SCAI entwickelten algebraische Mehrgitterverfahrens, des zurzeit weltweit schnellsten Verfahrens zur Lösung linearer Gleichungssysteme mit vielen Millionen Unbekanten. Es wird in Physiksimulationen wie virtuellen Crash-Tests eingesetzt.
Im Juli 2008 hat die Robert Bosch Stiftung Dr. Clees in ihr Stipendiatenprogramm "Fast Track" aufgenommen, das herausragende Nachwuchsforscherinnen auf leitende Positionen an der Spitze der deutschen Wissenschaftslandschaft vorbereitet.
Aktuell leitet Dr. Clees die Gruppe "Robust Design" in der Abteilung "Numerische Software". Die Gruppe forscht an schnelleren und zuverlässigeren Methoden, um Fahrzeuge, ihre einzelnen Bauteile und ihre Produktionsprozesse am Computer zu planen und zu optimieren. Die von der Projektgruppe entwickelte Software soll dabei intelligent auf Unsicherheiten und Schwankungen in Material-, Geometrie- und Prozessparametern sowie Instabilitäten in physikalischen und numerischen Modellen reagieren und so den Herstellern zu einer schnelleren und "robusteren" Analyse und Optimierung verhelfen.
Das Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI ist Partner der Wirtschaft für Computersimulation und Optimierung sowie für Informationsextraktion aus großen Datenbeständen. Das Institut simuliert und optimiert industrielle Anwendungen, entwickelt Software und Services für Produktentwurf, Prozessentwicklung und Produktion und bietet Berechnungen auf Hochleistungscomputern. Ziel dabei sind kürzere Entwicklungszeiten, weniger und kostengünstigere Experimente sowie optimierte Verfahrensabläufe.
Buch:
Bettina Flitner, Jeanne Rubner:
FRAUEN, DIE FORSCHEN
25 PORTRÄTS - MIT EINER EINFÜHRUNG VON DR. ANNETTE SCHAVAN
Erscheinungstermin: 08.09.2008
ISBN-13: 978-389910402-8
€(D) 29,90 / €(A) 30,80 / sFr 51,90
Ansprechpartner:
Diplom-Journalist (TU Dortmund) Michael Krapp
Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI
Marketing und Kommunikation
Schloss Birlinghoven, 53754 Sankt Augustin
Telefon: 02241/14-2935, Fax: 02241/14-42935
michael.krapp@scai.fraunhofer.de
http://www.frauenmediaturm.de/fmtvisuell.html
http://scai.fraunhofer.de
Dr. Tanja Clees
Quelle: © Fraunhofer SCAI
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Gesellschaft, Informationstechnik, Mathematik, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Physik / Astronomie, Sprache / Literatur
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Personalia
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).