Mit dem kürzlich gegründeten Europäischen Institut für Innovation und Technologie (EIT) will die EU neue Formen der Kooperation von Forschung, Bildung und Innovation testen. Das Fraunhofer ISI als Partner untersucht, wie sich solche Netzwerke steuern lassen und welche Rolle kleine und mittlere Unternehmen spielen können.
"Wenn Europa wettbewerbsfähig bleiben will, müssen wir das Verhältnis innerhalb des Wissensdreiecks aus Bildung, Forschung und Innovation verbessern." Dieser Ankündigung von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso lässt die Europäische Union nun Taten folgen: Das gerade gegründete "Europäische Institut für Innovation und Technologie" soll den Kontinent an die Weltspitze bei Innovationen katapultieren. Aufgabe des EIT mit Verwaltungssitz in Budapest ist es, Wissenschaft, Bildung und Technologie besser zu verzahnen, indem es Wissen über Netzwerke erarbeitet und neue EU-weite Kooperationsformen entwickelt. Die EU stellt dafür in der Aufbauphase bis 2013 insgesamt 309 Millionen Euro zur Verfügung.
Mit bei der Vorbereitung des EIT dabei ist das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung. In ComplexEIT, einem von vier Pilotprojekten des EIT, wollen die Karlsruher mit 19 Partnern klären, wie solche Netzwerke im Themenfeld Komplexität am effektivsten funktionieren. Komplexität ist eine zentrale Herausforderung für Europa, weil Gesundheit, Wirtschaft, Transport, Umwelt, Energie, Information und Kommunikation keine Einzelthemen mehr sind. Verschiedene Wissenschaftsdisziplinen, Technologien und Akteure - Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Behörden, Kunden - und Regionen wirken vielmehr zusammen. Wer mit Komplexität - von der Nanotechnologie bis zu großen technischen Systemen wie einem Airbus 380 - umgehen kann, wird im weltweiten Innovationswettbewerb an der Spitze liegen.
In ComplexEIT untersucht das Fraunhofer ISI so genannte Cluster - regionale Netzwerke unterschiedlichster Akteure aus Wirtschaft, Forschung und Bildungs-einrichtungen. 14 solche Cluster sind gleichzeitig Mitglied und Forschungsobjekt im ComplexEIT-Projekt, darunter große Unternehmen wie der Flugzeughersteller Airbus, der Fraunhofer-Verbund Mikroelektronik oder die Städte Dresden und Grenoble. An diesen Beispielen will das Fraunhofer ISI unter anderem klären, welche Rolle kleine und mittelständische Unternehmen im Feld Komplexität spielen oder wie die Innovationsnetzwerke von internationalen Kooperationen profitieren.
Das Europäische Institut für Innovation und Technologie im Internet: http://ec.europa.eu/eit
Das ComplexEIT-Projekt im Internet: http://www.knowledgetriangle.eu/index.php
Kontakt: Dr. Thomas Reiß
Telefon: 0721 / 6809 - 160
E-Mail: thomas.reiss @isi.fraunhofer.de
Die Presseinformationen des Fraunhofer ISI finden Sie auch im Internet unter http://www.isi.fraunhofer.de/pr/presse.htm.
Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI untersucht Marktpotenziale technischer Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Die interdisziplinären Forschungsgruppen konzentrieren sich auf neue Technologien, Industrie- und Serviceinnovationen, Energiepolitik, Nachhaltigkeit und Infrastruktursysteme, Politik und Regionen, Regulierung sowie Innovations- und Technologiemanagement und Vorausschau.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftspolitik
Deutsch

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