Am 21. August führt der Forschungsschwerpunkt "Aufwachsen in Pflegefamilien" einen Fachtag zum Thema "Was brauchen Pflegekinder? Kontinuität!" an der Universität Siegen durch. Zu diesem Fachtag haben sich bereits über 100 Fachkräfte aus der Bundesrepublik und aus Belgien angemeldet.
Im Mittelpunkt wird die Frage stehen, wie soziale Dienste und Justiz zusammenarbeiten müssen, um die Voraussetzungen für eine Kontinuität sichernde Planung zu schaffen.
Wie nicht zuletzt die Arbeiten im Forschungsschwerpunkt an der Universität Siegen gezeigt haben, sind die Biografien von Pflegekindern oft durch viele Ortswechsel und Beziehungsabbrüche gekennzeichnet. Diese Instabilität gefährdet eine gute Entwicklung der Pflegekinder. Sie brauchen dringend stabile, zuverlässige und berechenbare Strukturen, um sich nach einem schwierigen Start ins Leben gut entwickeln zu können. Hier sind die Profis aus der sozialen Arbeit und der Justiz herausgefordert, eine am Wohl der Kinder orientierte Praxis zu entwickeln.
Nach zwei einführenden Vorträgen von Prof. Dr. Klaus Wolf (Siegen) aus erziehungswissenschaftlicher und Prof. Dr. Ludwig Salgo (Frankfurt) aus juristischer Sicht, wird das Thema in drei Workshops bearbeitet, die sich den Themen "Wie erleben Pflegekinder Kontinuität und Diskontinuität?", "Kooperation von Justiz und Sozialarbeit: was erwarten wir voneinander?" sowie "Sachverständigengutachten: Fachliche Standards und Qualitätskriterien" widmen werden.
Zum Abschluss der Tagung soll eine "Siegener Erklärung zur Kontinuität in der Biografie von Pflegekindern" verabschiedet werden.
http://www.uni-siegen.de/pflegekinder-forschung
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Gesellschaft, Pädagogik / Bildung, Psychologie
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte
Deutsch

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