Schavan: "Investition in Bildung ist wichtig, unsere Konzepte greifen" / Abwärtstrend bei BAföG-Empfängern gestoppt
Die Zahl der BAföG-Empfänger ist in 2007 im Vergleich zum Jahr 2006 nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes geringfügig zurück gegangen. Der Anteil der mit dem Höchstbetrag Geförderten stieg dagegen um einen Prozentpunkt. Bundesbildungsministerin Annette Schavan sieht sich in ihrem hochschulpolitischen Konzept bestätigt. "Die BAföG-Erhöhung in diesem Monat kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Zahl der Geförderten wird deutlich steigen, in etwa um 100.000, ebenso die Fördersätze. Es ist erfreulich, mit objektiven Zahlen belegen zu können, dass wir zum im richtigen Zeitpunkt die notwendigen Investitionen in die Bildung getätigt haben", sagte sie am Freitag.
Im vergangenen Jahr wurden insgesamt rund 806.000 Auszubildende mit BAföG gefördert, davon rund 495.000 Studierende und 311.00 Schüler. Der durchschnittliche Förderbetrag ist konstant geblieben (375 Euro bei Studierenden, 301 Euro bei Schülern).
"Bei der Ausbildungsförderung haben wir eindeutig die richtigen Schwerpunkte gesetzt - trotz der Herausforderung, den Haushalt zu konsolidieren", sagte Annette Schavan zu den aktuellen Zahlen. "Mit der erfolgten BAföG-Anhebung zum kommenden Semester und den spürbaren Verbesserungen insbesondere für Auszubildende aus Migrantenfamilien oder mit Kindern haben wir wichtige Schritte in die richtige Richtung getan.
Die Bildungsministerin machte zugleich deutlich, dass es sich hier nur um einen Teil der hochschulpolitischen Gesamtstrategie der Bundesregierung handelt. "Neben individuellen Finanzhilfen kommt es darauf an, ein ausreichendes Studienangebot zu sichern, um allen, die willig und fähig sind, ein Hochschulstudium zu ermöglichen. Hierfür haben wir gemeinsam mit den Ländern im Hochschulpakt die Weichen gestellt." Bund und Länder haben sich bereits dazu bekannt, die Förderung über 2010 hinaus fortzuführen. Zudem unterstützt die Bundesregierung die Absicht der Länder, die bisherige Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) zu einer Serviceagentur umzugestalten, um das Studienangebot transparenter zu machen und die Vermittlung zwischen Studienplatzangebot und -nachfrage zu verbessern.
Als weiteres vordringliches Ziel forderte Schavan mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem. Mit den neuen "Aufstiegsstipendien" bietet das BMBF besonders qualifizierten Berufstätigen einen Anreiz, ein Hochschulstudium aufzunehmen. "Damit wird die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung erhöht, die Aufstiegschancen werden verbessert", so die Bundesbildungsministerin.
Weitere Informationen zum BAföG:
Im Internet können unter www.das-neue-bafoeg.de alle Informationen zum BAföG mit Gesetzestexten, Antragsformularen, Adressen und ausführlichen Erläuterungen und Beispielen abgerufen werden. Dort finden sich auch weitere Hinweise zum Bildungskredit und zur Begabtenförderung.
http://www.bmbf.de/press/2350.php
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Organisatorisches, Studium und Lehre
Deutsch

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