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18.08.2008 16:34

Magdeburger Wissenschaftler wurde in Shanghai zum ersten Gastprofessor für Toponomics ernannt

Kornelia Suske Pressestelle
Klinikum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

    Der Magdeburger Hochschuldozent Dr. med. Walter Schubert von der Otto-von-Guericke-Universität ist zum Gastprofessor für Toponomics an der International Faculty des Partner-Institutes for Computational Biology (PICB) in Shanghai ernannt worden. Es handelt sich um die weltweit erste Professur auf diesem neuen Forschungsgebiet. Sie soll in enger Zusammenarbeit mit herausragenden Zellbiologen und Mathematikern, die u.a. an diesem von der Max-Planck-Gesellschaft in Shanghai und der Chinese Academy of Sciences gegründeten Institut angesiedelt sind, Maßstäbe für die exakte Analyse des Funktionsplans der Zellen des Menschen setzen. Schubert beabsichtigt vor diesem Hintergrund auch einen engen Schulterschluss mit Forschern in England und Deutschland, insbesondere in Magdeburg.

    Schubert gründete mit seinen Forschungsarbeiten das neue Wissenschaftsgebiet der "TOPONOMIK", der Wissenschaft von den Protein-Netzwerken, dem Funktionsplan der Zellen. Durch seine hochrangigen wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Kooperationsaktivitäten ist es ihm gelungen, ein internationales Netzwerk ins Leben zu rufen, das zum Ziel hat, das Toponom des Menschen in Krankheit und Gesundheit vollständig zu entschlüsseln und die Ergebnisse in neue Diagnose- und Behandlungsverfahren zu übersetzen. Große Anerkennung erhielt seine wissenschaftliche Leistung mit der Ernennung dieser Gastprofessur für fünf Jahre in Shanghai.

    Zur Person: Hochschuldozent Dr. med. Walter Schubert studierte Medizin an den Universitäten Aachen und Bonn, sowie Musik in Salzburg. Als Leiter des neuromuskulären Labors der neurologischen Universitätsklinik Bonn erhielt er 1986 im Rahmen einer Ausschreibung der Deutschen Forschungsgemeinschaft ein Projekt zur mikroskopischen Erforschung von Protein Konstellationen in Zellen mit Hilfe mehrerer Laserlinien. Theoretische Arbeiten zur kontinuierlichen Lokalisierung von Proteinen in situ und deren Anwendung in der Medizinischen Forschung führten ihn von 1988 bis 1992 als Research Associate und Thyssen Stipendiat an das Zentrum für Molekulare Biologie Heidelberg (ZMBH), wo er die entsprechenden Protokolle für zahlreiche Gewebetypen erarbeiten konnte. 1993 wurde er zum C2- Hochschuldozenten für das Fach Medizinische Neurobiologie an der Universität Magdeburg ernannt, wo hervorragende Möglichkeiten für die Etablierung der Proteinkolokalisation als Roboterverfahren bestanden. Hier war er von 1994-1997 Sprecher des Innovationskollegs "Bildinformation" (INK15), gründete die Arbeitsgruppe "Molekulare Mustererkennung" am Institut für Medizinische Neurobiologie und beteiligte sich am Aufbau des Studiengangs Computervisualistik.
    Im Jahr 1999 gründete er die Biotech Firma Meltec GmbH aus. Als Geschäftsführer und CSO der Firma erhielt er im Jahr 2000 den Biochance und 2003 einen Proteomics Award des BMBF und etablierte Kooperationen mit Industriepartnern. Diese Projekte bildeten die Grundlage für ein nationales Kooperationsnetzwerk auf dem Gebiet der Protein Systemforschung. Im Jahr 2004 wurde er zusammen mit Vertretern des Wellcome Trusts in einen wissenschaftlichen Aufsichtsrat der Universität Warwick (England) berufen. Seit 2004 ist er mit einem Projekt im Rahmen des "Human Brain Proteome"-Projektes Mitglied des Nationalen Genom Forschungsnetzwerkes des BMBF und seit 2007 Mitglied der Human Proteome Organization (HUPO).

    Kontakt:
    HS-Doz. Dr. med. Walter Schubert
    Institut für Medizinische Neurobiologie
    Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
    Leipziger Str. 44, 39128 Magdeburg
    Tel. 0391- 6117175
    e-mail: walter.schubert@med.ovgu.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Personalia
    Deutsch


    Hochschuldozent Dr. med. Walter Schubert


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