idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project
idw-News App:

AppStore



Teilen: 
27.08.2008 10:46

E-Learning 2.0: Interaktive Lerngemeinschaften im Internet

Sandra Siebert Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hessisches Telemedia Technologie Kompetenz-Center e.V.

    Im Rahmen der DeLFI 2008 in Lübeck findet am 7. September zum zweiten Mal der Workshop "E-Learning 2.0" statt.
    Christoph Rensing vom Fachgebiet Multimedia Kommunikation der Technischen Universität Darmstadt (KOM) leitet den Workshop zusammen mit drei Kollegen aus Aachen, Eichstätt und Duisburg. Thema des Workshops sind die neuen Möglichkeiten, welche die Technologien des Web 2.0 sowie Social Software - Anwendungen, die einen interaktiven Austausch und Beziehungsaufbau zwischen den Usern erlauben - im Bereich der elektronisch unterstützten Lehre eröffnen. Nachdem auf dem Workshop im vergangenen Jahr primär Konzepte und Ideen vorgestellt wurden, stehen dieses Mal die praktische Umsetzung und Anwendung sowie die hierbei gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen.

    Darmstadt. E-Learning in seiner klassischen Form besteht größtenteils aus einer einseitig gerichteten Kommunikation: Die Lehrenden stellen Lerninhalte z.B. als Folien oder Videos im Netz zur Verfügung, die Lernenden konsumieren das bereitgestellte Material alleine zu Hause am Computer. Mit den Technologien des Web 2.0 sowie Social Software - Anwendungen, die einen interaktiven Austausch und Beziehungsaufbau zwischen den Beteiligten erlauben - können neue virtuelle Interaktions- und Kommunikationsformen geschaffen werden, die die Lernenden verstärkt in die Gestaltung des Lernprozesses einbeziehen und die Aktivität der Lernenden sowie die sozialen Strukturen innerhalb der Lerngemeinschaftenn ins Zentrum rücken.

    Thema des in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfindenden Workshops "E-Learning 2.0" sind die neuen Möglichkeiten, welche die Technologien des Web 2.0 sowie der Social Software im Bereich der elektronisch unterstützten Lehre eröffnen. Den Schwerpunkt des Workshops bilden die Einsatzmöglichkeiten von virtuellen Online-Welten, Weblogs, Wikis und semantischem Tagging (Verschlagwortung von Inhalten).

    Weblogs können beim e-Learning mehrere Funktionen erfüllen: Sie können beispielsweise als Wissensmanagement-Werkzeuge oder Lerntagebücher von den Lernenden genutzt werden, zum Sammeln und Abgeben von Leistungen verwendet werden oder als Diskursmedium zum gegenseitigen Austausch über Lerninhalte dienen. Die Weblogs können dabei öffentlich und für jeden zugänglich angelegt werden. Hiervon unterscheiden sich gruppeninterne Weblogs, auf die nur die Mitglieder einer Lerngruppe zugreifen können bzw. private Weblogs, die nur von einem Lernenden und dem Dozenten gelesen und dokumentiert werden können.

    In virtuelle Welten können sich Nutzer z.B. im Second Life in dreidimensional gestalteten virtuellen Umgebungen bewegen, diese mitgestalten oder mit anderen Nutzern interagieren. Eine Kopplung der virtuellen mit der realen Welt ermöglicht die gleichzeitige Teilnahme an einer Lehrveranstaltung in Second Life und in der Realität. Die Kommunikation zwischen virtuellen und realen Teilnehmern erfolgt entweder über Voice- oder Text-Chat.

    Wikis sind Web-Dienste, die nicht alleine Informationen zur Verfügung stellen sondern gleichzeitig auch von den Nutzern verändert und ergänzt werden können. Der größte Vorteil von Wikis für das e-Learning besteht in der Möglichkeit, Wissen gemeinsam konstruieren zu können. Lernende sind so aktiv an der Gestaltung des Lernstoffes beteiligt. Ein Nachteil hierbei ist jedoch, dass die Zuverlässigkeit und Richtigkeit der Informationen nicht gewährleistet werden kann.

    Semantisches Tagging ermöglicht eine individuelle oder auch von mehreren Lernenden gemeinsam vorgenommene Strukturierung des Lernmaterials. Durch die Verknüpfung von Lerninhalten mit Kalenderdaten, Notizen und Bookmarks, können sich die Lernenden eine für sie individuell optimale Lernumgebung schaffen.

    Nachdem auf dem Workshop im vergangenen Jahr primär Konzepte und Ideen vorgestellt wurden, stehen dieses Mal die praktische Umsetzung und Anwendung sowie die hierbei gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen.

    Ansprechpartner:

    Dr. Christoph Rensing
    Technische Universität Darmstadt
    Fachgebiet Multimedia Kommunikation
    Merckstr. 25
    64283 Darmstadt

    Telefon: 06151-166888
    Telefax: 06151-166152
    E-Mail: Christoph.Rensing@kom.tu-darmstadt.de


    Weitere Informationen:

    http://www.multimedia-communications.net


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).