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31.08.2008 13:00

Täglich eine Stunde Sportunterricht verbessert die Leistungs- und Koordinationsfähigkeit von Kindern

Christiane Limberg Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

    Neue Studie aus Leipzig wurde beim Europäischen Kardiologenkongress vorgestellt

    München, Sonntag 31. August 2008 - Bereits die relativ einfache Methode eines täglichen Schulsportunterrichts hat positive Effekte auf die körperliche Leistungsfähigkeit und die motorischen Fähigkeiten von Schulkindern, berichtet Dr. Claudia Walther (Universität Leipzig, Herzzentrum, Abteilung für Kardiologie) auf dem Europäischen Kardiologenkongress (ESC) in München.

    Im Rahmen einer Studie hatte sie 333 Kinder aus elf Klassen der 6. Jahrgangsstufe von Schulen aus Leipzig und Umgebung untersucht. Fünf Klassen behielten den regulären Sportunterricht von zwei Stunden pro Woche bei, sechs Klassen erhielten für ein Schuljahr zusätzlichen Sportunterricht von täglich einer Stunde. Alle Kinder wurden zu Beginn und am Ende des Schuljahres eingehend untersucht. Fazit: Täglicher Schulsportunterricht führt zu einer signifikanten Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit um 20 Prozent gemessen anhand der maximalen Sauerstoffaufnahme, im Vergleich zu einer 10-prozentigen Verbesserung der Leistungsfähigkeit bei Kindern mit konventionellem Sportunterricht. Der motorische Quotient (MQ), ermittelt anhand des Körperkoordinations-Tests für Kinder (KTK), verbesserte sich bei Schülern der Interventionsgruppe von 108,7 auf 115,8 und bei Schülern der Kontrollklassen von 107,8 auf 112,2.

    Ziel des Leipziger Schulprojekts ist es, durch zusätzlichen Sportunterricht die körperliche Fitness und Aktivität von Schulkindern zu steigern, einen gesundheitsbewussten Lebensstil zu lehren und gegebenenfalls eine vorhandene Übergewichtigkeit zu korrigieren.

    Bis zu 25 Prozent der europäischen Schulkinder werden heutzutage als übergewichtig eingestuft, die Tendenz ist weiter steigend. Gleichzeitig wird eine Zunahme der Adipositas-assoziierten Begleiterkrankungen wie metabolisches Syndrom, Diabetes mellitus und andere chronische Erkrankungen bis hin zur Atherosklerose im Kindesalter beobachtet. Dr. Walther: "Die kindliche und jugendliche Adipositas kann aber auch Auswirkungen bis ins Erwachsenenalter hinein haben, da man beobachtet hat, dass Übergewichtigkeit im Kindesalter mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch zu Übergewichtigkeit im Erwachsenenalter mit den assoziierten Begleiterkrankungen und Risikofaktoren führt." Um Kinder und Jugendliche auf breiter Basis anzusprechen und in ein geeignetes Programm einzubeziehen, bieten sich insbesondere Kindergärten, Schulen und Universitäten an, empfiehlt Dr. Walther.

    Der Europäische Kardiologenkongress der European Society of Cardiology (ESC) findet vom 30. August bis 3. September in München statt, erwartet werden rund 30.000 Teilnehmer. Der ESC-Kongress ist der größte Medizin-Kongress Europas, es werden rund 3500 wissenschaftliche Arbeiten präsentiert.

    Information und Kontakt
    B&K Medien- und Kommunikationsberatung; Dr. Birgit Kofler, Mag. Roland Bettschart
    ESC Press Office: 0049-89-949-27055; Mobil: 0043-676-6368930, 0043-676-6356775; Büro Wien: 0043-1-3194378-12; Fax: 0043-1-3194378-20; E-Mail: kofler@bkkommunikation.com, bettschart@bkkommunikation.com


    Weitere Informationen:

    http://www.escardio.org


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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