Berlin, September 2008 - Etwa 1,5 Millionen Erwachsene und 15 000 Kinder in Deutschland leiden an entzündlichem Rheuma. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) weist mit ihrem Memorandum darauf hin, dass Menschen mit Rheuma hierzulande unzureichend versorgt sind: Der Bedarf an Rheumatologen in der Bundesrepublik ist weniger als zur Hälfte gedeckt. In welchen Bereichen dringender Handlungsbedarf besteht, diskutieren Experten auf dem 36. Kongress der DGRh vom 24. bis zum 27. September 2008 Berlin.
Rheumapatienten bedürfen vor allem der dauerhaften Betreuung durch niedergelassene Ärzte. Um eine gute Versorgung zu gewährleisten fordert die DGRh deshalb in ihrem aktuellen Memorandum, dass auf 100 000 Einwohner je zwei internistische Rheumatologen kommen - insgesamt wären das 1 350 Fachärzte. Derzeit sind jedoch weniger als 600 Spezialisten ambulant tätig. "Es fehlt an kassenärztlichen Zulassungen für Rheumatologen", erläutert Professor Dr. med. Ekkehard Genth, Generalsekretär der DGRh von der Rheumaklinik Aachen das Problem. Insbesondere in ländlichen Regionen seien Rheumapatienten unterversorgt und müssten lange auf Termine warten.
Rheumazentren führen seit 1993 eine bundesweite Kerndokumentation zu rheumatischen Erkrankungen durch. "Dank dieser genauen und langfristigen Übersicht haben wir auch Positives zu vermelden", sagt Professor Dr. rer. pol. Angela Zink, Mitglied des Beirats und der Kommission Versorgung der DGRh. Das Thema "Versorgungskonzepte" diskutieren Experten im Rahmen des 36. Kongresses der DGRh auf mehreren Symposien und zwei Pressekonferenzen in Berlin.
************************************
Terminhinweise:
Donnerstag, 18. September 2008, 11.00 bis 12.00 Uhr: Vorab-Pressekonferenz anlässlich des 36. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie
eines der Themen: Rheuma in Zahlen und Fakten: Wie gut sind Menschen mit rheumatischen Erkrankungen in Deutschland versorgt?
Referent: Professor Dr. rer. pol. Angela Zink
Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
Mittwoch, 24. September 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr: Eröffnungs-Pressekonferenz
eines der Themen: Besser ist nicht gut genug: Aktuelles Memorandum der DGRh zur Versorgung rheumakranker Menschen
Referent: Professor Dr. med. Ekkehard Genth, Aachen
Hotel Maritim Berlin, Salon 4: Stauffenbergstraße 26, 10785 Berlin
Freitag, 26. September 2008, 10.00 bis 12.45 Uhr: Symposium "Internationale Klassifikation (ICF) und Rehabilitation in der rheumatologischen Versorgung"
Vorsitz: Professor Dr. med. Ekkehard Genth, Aachen; Professor Dr. med. Wilfried Mau, Halle/ Saale
Hotel Maritim Berlin, Salon 7 Wien, Stauffenbergstraße 26, 10785 Berlin
Samstag, 27. September 2008, 08.00 bis 09.30 Uhr: Symposium "Gute Versorgung von Anfang an"
Vorsitz: Ursula Faubel, Bonn; Professor Dr. med. Matthias Schneider, Düsseldorf
Hotel Maritim Berlin, Salon 7 Wien, Stauffenbergstraße 26, 10785 Berlin
************************************
Kontakt für Journalisten:
DGRh Kongress-Pressestelle
Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711 8931-552
Fax: 0711 8931-167
E-Mail: voormann@medizinkommunikation.org
http://www.dgrh.de/jahreskongresse.html - alle Informationen und Anmeldung zum Kongress
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).