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03.09.2008 11:51

Entscheidungshilfe "Vitalität": Menge des noch lebenden Herzgewebes unterstützt Entscheidung für die optimale Therapie

Christiane Limberg Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

    Bildgebung war ein zentrales Thema beim Europäischen Kardiologenkongress in München

    München, Mittwoch 3. September 2008 - Bei schwer kranken Patienten mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz) auf Basis einer koronaren Herzkrankheit (KHK) sollte mittels moderner Bildgebung untersucht werden, wie viel noch lebendiges Herzgewebe vorhanden ist, das im Gegensatz zu vernarbtem Gewebe noch Chancen auf Regeneration hat. Das Ergebnis einer solchen Untersuchung der so genannten Vitalität unterstütze Behandler dann bei Entscheidung für die optimale Therapie, betonte Univ.-Prof. Dr. Otmar Pachinger, Vorstand der Kardiologischen Universitätsklinik der Universität Innsbruck, beim Europäischen Kardiologenkogress. Am Kongress der European Society of Cardiology (ESC), der heute in München zu Ende geht, nahmen mehr als 30.000 Experten aus aller Welt teil. Die Fortschritte in der kardialen Bildgebung waren eines der Hauptthemen der Tagung.

    "Wir können mit den modernen Verfahren der kardialen Bildgebung heute sehr viel machen", so der Innsbrucker Kardiologie-Chef. "Allerdings gibt es bisher noch kaum klinische Daten oder Studien, die uns für den Behandlungsalltag ganz konkrete Entscheidungshilfen dafür bieten, via Bildgebung die optimale Therapie für solche schwer kranken Patienten auszuwählen." Grundsätzlich kommt für Patienten mit Herzinsuffizienz auf Basis einer KHK eine Behandlung mit Medikamenten, eine so genannte Revaskularisierung mittels Bypassoperation oder Katheterintervention, eine Herztransplantation oder eine Implantation von Defibrillatoren oder biventrikulären Schrittmachern in Frage.

    Bis Ergebnisse der großen derzeit laufenden Studien wie etwa der STICH-Studie vorliegen, so Prof. Pachinger, sollte mittels Magnetresonanztomografie (MR), Echokardiografie oder nuklearer Bildgebung eine Überprüfung der so genannten Vitalität des Herzgewebes vorgenommen werden. "Je mehr noch lebendes und daher verbesserungsfähiges Herzgewebe vorhanden ist, desto bessere Aussichten bestehen für eine Revaskularisierungstherapie", fasst Prof. Pachinger zusammen. "Bei anderen ist der Nutzen eines Eingriffes nicht gegeben."

    Information und Kontakt
    B&K Medien- und Kommunikationsberatung; Dr. Birgit Kofler, Mag. Roland Bettschart
    ESC Press Office: Mobil: 0043-676-6368930, 0043-676-6356775;
    E-Mail: kofler@bkkommunikation.com, bettschart@bkkommunikation.com


    Weitere Informationen:

    http://www.escardio.org


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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