Festveranstaltung an der Fachhochschule Köln
Freitag 12. September 2008, um 16.00 Uhr
Zu einer öffentlichen Festveranstaltung anlässlich des hundertsten Jahrestages eines berühmten Vortrags, in dem der Mathematiker Hermann Minkowski (1864 bis 1909) die vierdimensionale Raumzeit in die Physik einführte, laden das Institut für Theoretische Physik sowie das Seminar für Mathematik und ihre Didaktik der Universität zu Köln am Freitag, 12. September 2008, um 16.00 Uhr in das Gebäude Claudiusstraße der Fachhochschule Köln, der ehemaligen Städtischen Handels-Hochschule Cöln, ein (Claudiusstr.1, 50678 Köln, Schmalenbach-Hörsaal). Der Aufsehen erregende Vortrag, den Hermann Minkowski am 21. September 1908 im Rahmen einer Tagung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte in der Städtischen Handels-Hochschule Cöln gehalten hatte, war ein Meilenstein für das moderne Verständnis von Raum und Zeit. Nach Grußworten des Präsidenten der Fachhochschule Köln, Prof. Dr. Joachim Metzner, und des Rektors der Universität zu Köln, Prof. Dr. Axel Freimuth, folgen zwei Festvorträge: "Die Vereinheitlichung der Physik: Von der Minkowski-Raumzeit zur M-Theorie" von Prof. Dr. Hermann Nicolai, Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Potsdam-Golm und "Von Minkowskis Raumzeit zur Geometrodynamik Einsteins" von Prof. Dr. Norbert Straumann, i.R., Professor für Theoretische Physik, Universität Zürich. Zu der Festveranstaltung, die von Prof. Dr. Klaus Volkert, Seminar für Mathematik und ihre Didaktik der Universität zu Köln eröffnet wird, sind alle Interessierten willkommen.
"Einstein hatte 1905 in seiner Speziellen Relativitätstheorie die absolute Gleichzeitigkeit entthront und Zeit und Raum miteinander verknüpft", erläutert Prof. Dr. Claus Kiefer, Institut für Theoretische Physik der Universität zu Köln. Dass sich Einsteins Gleichungen am elegantesten in einer vierdimensionalen Raumzeit beschreiben lassen, war die Erkenntnis des Mathematikers Minkowski, eines früheren Lehrers von Einstein an der ETH Zürich. Einstein soll daraufhin entgegnet haben, seit die Mathematiker sich mit der Relativitätstheorie befassen, verstehe er sie selbst nicht mehr. Dennoch erkannte Einstein schnell den Nutzen von Minkowskis Formulierung: Die vierdimensionale Beschreibung bildete den Ausgangspunkt für seine Allgemeine Relativitätstheorie von 1915, in der die Raumzeit nicht mehr flach (wie bei Minkowski), sondern gekrümmt ist. Viele Zeitgenossen erwarteten, dass Minkowski in der weiteren Entwicklung der Physik eine führende Rolle spielen sollte. Leider verstarb er schon im Januar 1909 an einer zu spät behandelten Blinddarmentzündung.
Weitere Informationen
Universität zu Köln, Institut für Theoretische Physik,Prof. Dr. Claus Kiefer
E-Mail: kiefer@thp.uni-koeln.de;
Seminar für Mathematik und ihre Didaktik, Prof. Dr. Klaus Volkert
E-Mail: k.volkert@uni-koeln.de
Kontakt für die Medien
Fachhochschule Köln
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Petra Schmidt-Bentum
Tel.: 0221/8275-3119; E-Mail petra.schmidt-bentum@fh-koeln.de
http://www.uni-koeln.de/math-nat-fak/didaktiken/mathe/volkert
http://www.uni-koeln.de/minkowski
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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Mathematik, Physik / Astronomie
regional
Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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