Wissenschaftliche Tagung der Religionspädagogen vom 12. bis 14. September in Erfurt
Der Arbeitskreis für Religionspädagogik (AfR) richtet in diesem Jahr seine wissenschaftliche Tagung in Erfurt aus. Vom 12. bis 14. September 2008 treffen sich im Augustinerkloster die an den Universitäten und Hochschulen tätigen Religionspädagogen und Theologen. Ihr Interesse gilt dem schulischen Religionsunterricht unter den Bedingungen der Pluralität. "Unser Verband tagt das erste Mal in Mitteldeutschland. Dass wir überdies in Erfurt, einem auch bildungsgeschichtlich prominenten Ort, zusammenkommen, freut mich besonders", so die Vorsitzende Prof. Dr. Andrea Schulte, die derzeitige Vizepräsidentin der Universität Erfurt.
Obwohl sich der schulische Religionsunterricht in Mitteldeutschland allmählich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt, hat er sich gegenwärtig in allen Bundesländern neuen Herausforderungen zu stellen. Die Zahl christlicher Schüler sinkt stetig. Die konfessionslose und muslimische Schülerschaft steigt an. Parallel zum konfessionellen Religionsunterricht haben mittlerweile fast alle Bundesländer Schulfächer wie Ethik, Werte und Normen oder Praktische Philosophie eingeführt. Die plurale, multireligiöse und multikulturelle Gesellschaft der Bundesrepublik stellt demnach veränderte Anforderungen an eine schulische religiöse Bildung und deren Entwicklung im Religionsunterricht.
Die Tagung geht diesem Thema in Vorträgen, Workshops und einer Podiumsdiskussion am Samstagvormittag nach. Den Eröffnungsvortrag am Freitagnachmittag hält Prof. Wolfram Weiße von der Universität Hamburg, dessen Hamburger Modell "Religion für alle" breit diskutiert wird. An der Podiumsdiskussion, in der die Pluralität dezidiert als religionspädagogische Herausforderung in den Blick gerät, nehmen hochkarätige und prominente Teilnehmer aus den Bereichen Kirche, Wissenschaft und Bildung teil, so auch Bischof Axel Noack aus Magdeburg. Am Samstagnachmittag werden sieben Workshops angeboten, in denen jeweils in kleinen Gruppen zum Thema gearbeitet wird. Den Abschlussvortrag am Sonntagvormittag hält Prof. Lähnemann aus Nürnberg-Erlangen zum Thema "Religionsunterricht und interreligiöses Lernen". Prof. Schulte ist sich sicher: "Durch das breit gefächerte und attraktive Programm, das wir durch die Unterstützung der Föderation der Evangelischen Kirchen in Mitteldeutschland (EKM) realisieren konnten, die namhaften Referenten und das besondere Flair des Augustinerklosters wird die Tagung den annähernd hundert Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben und ihrer religionspädagogischen Arbeit in Wissenschaft und Ausbildung neue Impulse geben können."
Weitere Informationen/ Kontakt:
Prof. Dr. Andrea Schulte Tel.: 0361-7 37 50 50 oder 23 71
Die Vertreter der Medien sind zu dem Eröffnungsvortrag (12.9. um 16 Uhr) und der Podiumsdiskussion (13.9. um 10 Uhr) herzlich eingeladen.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Pädagogik / Bildung, Religion
überregional
Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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