Wettbewerbsaufruf zu Stipendienprogrammen im Umfang von 3,1 Mio. Euro
Das Innovationsministerium hat heute zwei Wettbewerbe für Stipendien zur Förderung begabter ausländischer Studieninteressierter und zur Förderung begabter Studierender aus Schwellen- und Entwicklungsländern gestartet. Die Hochschulen in der Trägerschaft des Landes können sich mit ihren Konzepten um die Stipendien bewerben. Pinkwart: "Wir wollen die Attraktivität unserer Hochschulen gerade für begabte ausländische Studierende steigern, ihnen den Studienzugang erleichtern und den Studienerfolg verbessern." Im Endausbau stehen dafür jährlich 3,1 Millionen Euro bereit.
Das Hochschulzugangsstipendium richtet sich an begabte junge Menschen aus Staaten, in denen kein unmittelbarer schulischer Zugang zu den deutschen Hochschulen erworben werden kann und die deshalb eine Feststellungsprüfung ablegen müssen. Das Stipendium übernimmt die Gebühren von bis zu 500 Euro monatlich, die für die Kurse anfallen, die auf die Feststellungsprüfung vorbereiten, und wird maximal für 10 Monate gewährt. Die Hochschulen verpflichten sich, den Stipendiaten dieses Programms nach Bestehen der Prüfung einen Studienplatz zu garantieren.
"Die Erfolgsquote ausländischer Studierender liegt bedauerlicherweise noch immer unter der der deutschen Studierenden", sagte Pinkwart. Dies liege auch daran, dass viele Studierende gerade aus Schwellen- und Entwicklungsländern neben dem Studium für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssten. Hier setzt das Landesstipendienprogramm für Schwellen- und Entwicklungsländer mit den Programmlinien Individualstipendium und Kooperationsstipendium Subsahara-Afrika an. Dieses Stipendienprogramm ermöglicht es den Stipendiaten, sich voll auf ihr Studium zu konzentrieren. Ihr Lebensunterhalt wird durch das Stipendium gesichert. Für kurze Studienphasen bis hin zu einem kompletten Studium sind das im Bachelor-Studium 750 Euro monatlich, im Master-Studium 850 Euro.
Das Kooperationsstipendium Subsahara-Afrika, das eine Kooperation der nordrhein-westfälischen Hochschule mit einer Institution in Subsahara-Afrika voraussetzt, dient gleichzeitig der Qualitätssicherung vor Ort. Bei gleicher Qualität der Hochschulbewerbungen werden beim Kooperationsstipendium Konzepte mit Partnern in den nordrhein-westfälischen Partnerländern Ghana und Südafrika bevorzugt.
Pro Hochschule sind zwischen fünf und fünfzehn Vollstipendien je Programm möglich. Die Konzepte zu beiden Stipendienprogrammen, die die Hochschulen nun einreichen können, werden von einer Expertenjury begutachtet. Mit einer Entscheidung ist in diesem Jahr zu rechnen. Die Stipendienmittel stehen ab 2009 zur Verfügung.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Studium und Lehre
Deutsch

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