Nr. 292
Zwischen Orient und Okzident
Religionskontakte von der Antike bis zur Gegenwart
Je mehr die Welt im Zuge der Globalisierung vermeintlich enger zusammenrückt, desto mehr erstarken anscheinend auch die Religionen wieder. Die Vielfalt religiöser Kontakte und Wechselwirkungen sind Gegenstand des vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderten geisteswissenschaftlichen Kollegs "Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Europa und Asien" an der Ruhr-Universität Bochum (Sprecher: Prof. Dr. Volkhard Krech, Religionswissenschaft, Evangelisch-Theologische Fakultät). Mit einer international hochrangig besetzten Tagung wird das Kolleg offiziell eröffnet (15.-17. Oktober, Veranstaltungszentrum der RUB).
Programm im Internet
Das komplette Programm ist im Internet unter: http://134.147.188.205/activities/special-events/
Wie Weltreligionen sich abgrenzen und gegenseitig befruchten
Vom Religionssoziologen Jose Casanova (USA) über den Religionswissenschaftler Peter Beyer (Kanada) bis hin zum Ägyptologen Jan Assmann (Heidelberg) reicht die Liste der renommierten Wissenschaftler, die Prof. Krech (RUB) zur Eröffnung seines geisteswissenschaftlichen Kollegs gewinnen konnte. Ziel der Tagung ist es, die Hauptlinien der zukünftigen Forschung des Kollegs vorzustellen und zu diskutieren. Dabei stehen insbesondere die aktuellen Säkularisierungsprozesse und das Wiedererstarken von Religionen im Zuge der Globalisierung im Fokus. Für das Kolleg sind die so genannten Weltreligionen keine monolithischen Blöcke. Daher untersuchen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler genauer die Prozesse, wie Religionen sich verflechten und wie sie sich im wechselseitigen Austausch voneinander abgrenzen bzw. gegenseitig befruchten. Aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen können nur verstanden werden, wenn die gegenwärtigen religionsgeschichtlichen Konstellationen in ihren historischen Bezügen erfasst werden.
Kunst und Münzen ergänzen das Programm
Neben dem wissenschaftlichen Programm bietet die Tagung am Eröffnungsabend (15.10., 20:30 h) eine audiovisuelle Reise in das Partherreich. Dieser Blick in die antike Geschichte will die Augen für die vielfältigen kulturell-religiösen Austauschprozesse zwischen Westen und Osten öffnen (wegen des knappen Platzangebotes ist eine Anmeldung hierzu erforderlich). Außerdem zeigt ab Donnerstag (16.10) eine Ausstellung hellenistischer Münzen in den Kunstsammlungen der RUB den Zusammenhang von machtpolitischen Konstellationen und religiöser Dynamik zwischen Asien und Europa.
Über das Kolleg
Das Internationale Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung (IKGF) "Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Europa und Asien" hat zum 1. April 2008 seine Arbeit aufgenommen. Das BMBF finanziert das Kolleg mit rund 12 Mio. Euro. Das Kolleg verstärkt den an der Ruhr-Universität etablierten Schwerpunkt Religionsforschung und ist in das dortige "Centrum für Religionswissenschaftliche Studien" (CERES) integriert. Siehe dazu: http://www.pm.ruhr-uni-bochum.de/pm2007/msg00281.htm
Weitere Informationen
Prof. Dr. Volkhard Krech, Lehrstuhl für Religionswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, Tel.: 0234/32-22272
Dr. Marion Steinicke, Geschäftsführerin des Kollegs, Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-29385
E-Mail: ikgf@rub.de
http://www.ikg-religions.de - Webseite des Kollegs
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Philosophie / Ethik, Religion
überregional
Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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