Gerd Jürgens wurde zum Direktor an das Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie berufen
Der Pflanzenforscher Gerd Jürgens wurde auf eine Direktorenstelle am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen berufen. Der Universität bleibt er dennoch treu, er wird auch weiterhin als Direktor am Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP) tätig sein. Mit dieser Personalentscheidung bauen die Universität Tübingen und der Max-Planck-Campus ihre Zusammenarbeit weiter aus.
Gerd Jürgens wird am Max-Planck-Institut (MPI) als Direktor eine Forschungsgruppe aufbauen, die sich mit der frühen Embryonalentwicklung der Ackerschmalwand, einer weit verbreiteten Blütenpflanze, beschäftigen wird. Dieses neue und komplexe Thema ergänzt die eher zellbiologisch orientierte Forschung seiner universitären Arbeitsgruppe. "Ich sehe in der zusätzlichen Aufgabe eine Möglichkeit, unseren Fachbereich in Tübingen noch breiter zu positionieren. Das Max-Planck-Institut bietet natürlich ideale Forschungsbedingungen, aber die forschungsorientierte Lehre an der Uni liegt mir weiterhin sehr am Herzen - insofern freue ich mich auf die Impulse von beiden Seiten", so Gerd Jürgens.
Die Doppelberufung ist bislang einzigartig in Tübingen und soll die enge Zusammenarbeit zwischen Universität und dem Max-Planck-Campus unterstreichen. Bernd Engler, Rektor der Universität Tübingen, begrüßt diese Entwicklung: "Die gute Zusammenarbeit der Max-Planck-Institute und der Universität in Tübingen produziert seit Jahren exzellente Forschungsergebnisse. Durch die jetzt vereinbarten personellen Gemeinsamkeiten erreicht diese enge Verbundenheit eine neue Qualität - ein Modell, das hoffentlich Schule machen wird." Auch Detlef Weigel, geschäftsführender Direktor des MPI für Entwicklungsbiologie und ebenfalls Pflanzenbiologe freut sich: "Wir arbeiten schon seit langem mit Gerd Jürgens und dem ZMBP zusammen. Mit seiner Berufung und der damit verbundenen institutionellen Unterstützung können wir unser Forschungsprofil stärken und die Kooperation mit der Universität weiter intensivieren."
Jürgens ist nicht der einzige Universitätsprofessor, der am MPI für Entwicklungsbiologie forscht. Der emeritierte Mikrobiologe und Physiologe Volkmar Braun leitet als Max Planck Fellow eine Arbeitsgruppe in der Abteilung Proteinevolution. Das Programm der Max Planck Fellows soll die Kooperation zwischen Max-Planck-Instituten und Universitäten stärken. Die Bestellung von Hochschullehrern zu Max Planck Fellows ist auf fünf Jahre befristet und mit der Leitung einer Arbeitsgruppe an einem Max-Planck-Institut verbunden.
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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie
regional
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