Im Rahmen der Semestereröffnungsfeierlichkeiten der Fachhochschule Potsdam wurden am 22.09.2008 hervorragende Absolventinnen und Absolventen mit den Hochschulpreisen ausgezeichnet.
Die FHP-Preise für die besten Bachelor- bzw. Diplomarbeiten sowie für die beste Master-Forschungsarbeit werden für Arbeiten vergeben, die in exzellenter Weise durch die wissenschaftliche oder künstlerische Leistung, Bezugnahme auf ein wichtiges gesellschaftliches Problem, Originalität, Kreativität und Innovation und Überschreitung von Fachgrenzen überzeugen. Die Preise sind mit einer Urkunde und einer Prämie von 50 € dotiert.
Mit dem Sonderpreis werden Aktivitäten ausgezeichnet, die in herausragender Weise Engagement für die Fachhochschule Potsdam zeigen, das Ansehen der Fachhochschule Potsdam in der Öffentlichkeit steigern, zur Verbesserung des Zusammenlebens und der Kooperation der Hochschulangehörigen beitragen sowie das Engagement der Fachhochschule Potsdam für die Entwicklung der Region verdeutlichen. Der Sonderpreis wird von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der FH Potsdam e.V. unter dem Vorsitz von Minister a.D. Dr. h.c. Hinrich Enderlein gestiftet und ist mit einer Urkunde sowie 200 € dotiert.
Der DAAD-Preis, dotiert mit 1.000 €, wird für besondere akademische und interkulturelle Leistungen ausländischer Studierender verliehen.
FHP-Preise für die besten Abschlussarbeiten und FHP-Sonderpreise:
Fachbereich Sozialwesen
Liliana Kopacka-Klose, Vergleich der Grundsicherung für Arbeitsuchende und Sozialhilfe in Deutschland und der Sozialhilfe in Polen im Hinblick auf die geschichtliche Entwicklung und die Lebensstandards
Fachbereich Architektur und Städtebau
Bachelorstudiengang Architektur und Städtebau
Thomas Weißenborn, ARCHIPOL BERLIN, Haus der Europäischen Stadtarchitektur
Studiengang Kulturarbeit
Frauke Seeger, Vertrauen in Kooperationsprojekten unter besonderer Berücksichtigung des Systemwandels der Erwerbstätigkeit
Studiengang Restaurierung
Sandra Schorbach, Reinigungsschwämme in der Restaurierung - Vergleichende Untersuchung zu Material, Wirkung und Rückständen
Fachbereich Bauingenieurwesen
Sebastian Branys, Bauaufnahme, Schadenskartierung, Instandsetzungsplanung der Villa "Jenny" in Potsdam Babelsberg unter besonderer Berücksichtigung der Möglichkeiten zur Ertüchtigung in Bezug auf Energieeffizienz nach EnEV und Feuchteschutz
Fachbereich Design
Carolin Nagel, ECOtipp - Anleitung zum ökologischen Leben
Studiengang Europäische Medienwissenschaft
Christina M. Schollerer, meet/lose/get - Exhibiting Romantic Comedy. Eine filmische Reflexion der Hollywood-Liebeskomödie seit 1990.
Fachbereich Informationswissenschaften
Studiengang Archiv
Sonja Kiesling, Das Verhältnis zwischen den Archivgesetzen und den Informationsfreiheitsgesetzen hinsichtlich des rechtlichen Zugangs zu Archivgut
Studiengang Bibliothek
Anja Beddies, Konzeptionelle Anforderungen an digitale Forschungsbibliotheken - das Beispiel "European Cultural Heritage Online" (ECHO)
Studiengang Dokumentation
Dunja Langanke, Das Chemische Zentralblatt im Wandel der Zeiten - der Weg von der gedruckten zur elektronischen Ausgabe
Preis für die beste forschungsorientierte Masterarbeit 2008:
Anett Wallasch, Studie und Variantenvergleich zur denkmal- und materialgerechten, baulichen und bauphysikalischen Instandsetzung und Ertüchtigung der Gebäudehülle des klassizistischen Ensembles des Friedenssaales zur Villa Tieck in Potsdam
DAAD-Preis 2008:
Arie Shulov
Sonderpreis der Gesellschaft der Freunde & Förderer der FH Potsdam e.V.:
Projektgruppe BOBCATSSS 2008: Julia Brunner, Ingo Caesar, Katharina Droese, Dierk Eichel, Sylvia Glawe, Christine Höfer, Nicole Jaschewski, Matthias Klein, Sabine Kobold, Katja Lapschina, Kerstin Nafe, Marie Pötschke, Anastasia Schadt und Chaline Timmerarens
Im Detail
Im Fachbereich Sozialwesen wurde Liliana Kopacka-Klose für ihre Diplomarbeit "Vergleich der Grundsicherung für Arbeitsuchende und Sozialhilfe in Deutschland und der Sozialhilfe in Polen im Hinblick auf die geschichtliche Entwicklung und die Lebensstandards" mit dem FHP-Preis ausgezeichnet. Ausgehend von ihrem eigenen Lebenshintergrund und der Unterschiede in zahlreichen Lebensbereichen der polnischen und der deutschen Bevölkerung untersucht die Autorin ausgewählte Felder der Sozialhilfe. Liliana Koacka-Klose, die vor einigen Jahren aus Polen nach Deutschland gezogen ist, ist mit ihrer Arbeit, so der Laudator Prof. Dr. jur. Gerhard Nothacker, "ein großer Wurf gelungen". Sie hat mit bemerkenswerter Sachkenntnis die Unterschiede in den Leistungssystemen der beiden Länder herausgearbeitet und einen "anregenden und bemerkenswerten Beitrag" zu einem Thema geleistet, das mit der raschen Integration Polens in die EU an Bedeutung gewinnt und zunehmend auf das "Zusammenwachsen der Menschen in der brandenburgischen Grenzregion Auswirkungen hat", wie Prof. Dr. Ingrid Schulz-Ermann in ihrem Gutachten hervorhebt. Die Diplomarbeit wurde mittlerweile in den "Arbeitsmaterialien des Fachbereichs Sozialwesen der Fachhochschule Potsdam Nr. 30" veröffentlicht.
Der Text "Ich habe einen Traum ..." von Bill Bryson, im Zeit Magazin Leben 10/2008 erschienen, endet mit der Frage "Aber warum muss man in ein Flugzeug steigen ..., um an einen angenehmen Ort zu kommen? Wie wäre es, wenn man stattdessen einfach nur vor die Tür gehen müsste?" Mit diesem Wunsch beginnt Thomas Weißenborn, Preisträger im Studiengang Architektur und Städtebau, seine Bachelorarbeit, mit der er "ARCHIPOL BERLIN - Haus der Europäischen Stadtarchitektur" entwirft. Archipol ist als eine von der EU geförderte Dokumentations- und Fahndungszentrale zu verstehen. Sie dient der Archivierung, der Begegnung, der Ausstellung, dem Dialog und der Fahndung nach "groß organisierter verbrecherischer Bauerei". Mit seinem Entwurf versteht es der Verfasser, wie es in der Begründung zur Nominierung heißt, "Ganzheit herzustellen und die verschiedenen Parameter so in Bezug zu setzen, dass städtische Architektur entstehen kann. Er zeigt mit der vorliegenden Entwurfsarbeit, dass ein 'Handwerker des Geistes' sich dem Thema des öffentlichen Dialogs widmen kann und sollte".
Frauke Seeger, Studiengang Kulturarbeit, erhielt den Preis für ihre Diplomarbeit "Vertrauen in Kooperationsprojekten unter besonderer Berücksichtigung des Systemwandels der Erwerbstätigkeit". Sie hat damit ein aktuelles, wissenschaftliches Thema aufgegriffen, das nicht nur für den Kulturbereich relevant ist. Frauke Seeger untersucht, welche Bedeutung "Vertrauen als Erfolgsfaktor" hat und wie es hergestellt und stabilisiert werden kann. Laudator Uwe Hanf hebt hervor, dass sich "die Arbeit durch ihre theoretische Tiefe und forschungssystematische Gründlichkeit aus(zeichnet). In ihrer breit angelegten Untersuchung greift die Autorin auf ökonomische, soziologische, psychologische und kommunikationstheoretische Ansätze zurück und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur interdisziplinären Forschung, deren Erkenntnisse nicht zuletzt für unseren Forschungsschwerpunkt 'Regional Governance' relevant sind."
Im Studiengang Restaurierung wurde der Preis an Sandra Schorbach für die Diplomarbeit "Reinigungsschwämme in der Restaurierung - Vergleichende Untersuchung zu Material, Wirkung und Rückständen" vergeben. "Die Arbeit besticht", wie Prof. Werner Koch in seiner Laudatio unterstreicht, "neben der absolut professionellen Bearbeitung schon bereits bei der Themenwahl, die sich für 'Außenstehende' vermutlich nicht gleich erschließt. Aber gerade die in der Berufspraxis weit verbreitete Verwendung von industriellen Halb- und Fertigprodukten, die nicht in erster Linie für restauratorische Belange entwickelt worden sind, erfordert aus Gründen der Risikoabwägung für das zu bearbeitende Kulturgut immer wieder eine exakte und naturwissenschaftlich begründete Nachweisführung." Mit ihrer Diplomarbeit schließt Sandra Schorbach erfolgreich und professionell eine Lücke auf dem breit gefächerten und sehr sensiblen Gebiet der Oberflächenreinigung von Wand- und Deckenmalereien.
Den FHP-Preis im Fachbereich Bauingenieurwesen erhielt Sebastian Branys für seine Diplomarbeit "Bauaufnahme, Schadenskartierung, Instandsetzungsplanung der Villa 'Jenny' in Potsdam Babelsberg unter besonderer Berücksichtigung der Möglichkeiten zur Ertüchtigung in Bezug auf Energieeffizienz nach EnEV und Feuchteschutz". Diese Diplomarbeit hebt sich nach Meinung der Gutachter hinsichtlich ihrer Qualität und Bearbeitungstiefe sowie der baupraktischen Überlegungen bei der Entwicklung des Sanierungskonzeptes deutlich von anderen Arbeiten ab. Der Autor hat "alle maßgeblichen Aspekte einer kompletten Sanierungsplanung in einer Weise bearbeitet, dass einerseits umfassende Abwägungen von Variantenüberlegungen bezüglich der teilweise entgegen gesetzten Zielstellungen erfolgten und andererseits die letztendliche Planungsentscheidung nachvollziehbar dokumentiert wurde." Für den Laudator Prof. Siegfried Ast ist die Diplomarbeit "ein herausragendes Beispiel für die Auffassung, Durchführung und Dokumentation im Bereich Bauerhaltung und stellt auch in Bezug auf die entstehenden Kosten sinnfällig dar, welcher ideelle wie auch materielle Wert in Altbauten als Ressource steckt."
Im Fachbereich Design wurde der Preis an Carolin Nagel für ihre Bachelorarbeit "ECOtipp - Anleitung zum ökologischen Leben" verliehen. Nach Ansicht von Prof. Dr. Frank Heidmann hat sie mit ihrer Arbeit "einen konstruktiven Beitrag zur aktuellen gesellschaftlichen Diskussion und Forderung nach einer ,nachhaltigen' Lebensweise geleistet. Im Gegensatz zu zahlreichen Print- und Digitaldokumentation, die die Gefahren durch Klimawandel, Artenschwund etc. thematisieren, bietet Frau Nagel mit ihrer webbasierten Applikation ,ECOtipp' eine konkrete Hilfestellung für ein stärker ökologisch ausgerichtetes Handeln in den zentralen Daseinsgrundfunktionen Mobilität, Ernährung, Wohnen und Konsum an." Carolin Nagel hat einen innovativen Lösungsbeitrag aus der Perspektive des Interfacedesigns erarbeitet, der individualisierte Handlungsanweisungen ermöglicht und Tipps für ein nachhaltiges Leben und Wirtschaften gibt. Die Gutachter bescheinigen der Arbeit "fachliche Exzellenz" und betonen, dass der sich gerade bildende Themenkomplex des "Sustainable Interaction Design" von dieser Arbeit profitiert.
Im Bachelorstudiengang Europäische Medienwissenschaft wurde Christina Schollerer mit dem FHP-Preis für ihre Bachelorarbeit "meet/lose/get - Exhibiting Romantic Comedy. Eine filmische Reflexion der Hollywood-Liebeskomödie seit 1990" ausgezeichnet. "Die wissenschaftliche und künstlerische Leistung von Frau Schollerer ist in der Abschlussarbeit", wie Prof. Winfried Gerling in seiner Laudatio betont, "eindeutig erkennbar und herausragend." Christina Schollerer beschäftigte sich mit der Frage, wie die romantische Film-Komödie als Genre bzw. als Aneinanderreihung von Stereotypen zu beschreiben bzw. zu fassen ist. Sie setzte sich dazu mit der einschlägigen - nicht sehr umfangreichen - Literatur auseinander und analysierte andererseits eine große Anzahl (ca. 30) von "Romantic Comedies". Im Ergebnis entstanden eine analytische schriftliche Arbeit und eine Doppelscreen Videoinstallation von gut 17 Minuten, die auf einem Bildschirm "eine nach dem romantischen Baukasten konzentrierte Kurzfassung von 'Pretty Woman' (Garry Marshall, 1990) zeigt und auf dem zweiten Screen eine Entsprechung dieser Fassung mit Ausschnitten aus den analysierten Filmen präsentiert. Auf einem sehr hohen Niveau werden Theorie und Praxis so verschränkt, dass sie sich gegenseitig ergänzen, erweitern und befruchten." Nach Einschätzung der Gutachter ist Frau Schollerer mit dieser Arbeit "ein hohes Risiko eingegangen, da es sich erstens um ein oft, besonders in der Wissenschaft, geschmähtes Genre handelt und sie zweitens einen in der Arbeitsweise sehr experimentellen Ansatz verfolgt, der während der Bearbeitungszeit zu ständigen, aber produktiven Revisionen ihres ursprünglichen Konzepts führte." Christina Schollerer hat mit dem praktischen Teil der Arbeit eine "erstaunliche Arbeitsleistung" erbracht, die die Gutachter sowohl formal wie inhaltlich überzeugte.
Im Fachbereich Informationswissenschaften wurde im Studiengang Archiv die Diplomarbeit von Sonja Kiesling zum Thema "Das Verhältnis zwischen den Archivgesetzen und den Informationsfreiheitsgesetzen hinsichtlich des rechtlichen Zugangs zu Archivgut" ausgezeichnet. Nach Einschätzung der Laudatorin Dr. Karin Schwarz ist es Frau Kiesling bei der Auseinandersetzung mit den Informationsfreiheitsgesetzen im Archiv gelungen, die rechtlich komplizierte Situation mit zum Teil widersprüchlichen Bestimmungen zum Zugang amtlicher Informationen und die verschiedenen Lösungsansätze bei den betroffenen Archiven verständlich darzulegen und zu beurteilen. Die Autorin "zeigt dabei einen sicheren Umgang bei der Auslegung von Gesetzestexten und vermag es, in interdisziplinärer Weise juristische und archivfachliche Sichtweisen zu verknüpfen. Die Arbeit ist äußerst sorgfältig erarbeitet. Besonders positiv fällt der gewandte Sprachstil und der sehr gut nachvollziehbare Aufbau auf." Im Ergebnis - so die Gutachtachter - "fördert (die Arbeit) die Diskussion um den allseits diskutierten und geforderten Prozess der Offenheit der Archive."
Anja Beddies erhielt den FHP-Preis für ihre Diplomarbeit im Studiengang Bibliothek zum Thema "Konzeptionelle Anforderungen an digitale Forschungsbibliotheken - das Beispiel "European Cultural Heritage Online" (ECHO)". In der Diplomarbeit werden zwei Konzepte digitaler Bibliotheken in den Geisteswissenschaften und eine synoptische Darstellung der einzelnen Komponenten verglichen. Leitende Fragestellungen waren dabei: "Welche Voraussetzungen für eine wissenschaftliche, forschungsbasierte Nutzung bietet ECHO im Vergleich zu EUROPEANA, worin liegt die differentia spezifica des ECHO-Projekts, die dieses als digitale Forschungsbibliothek ausweist?" Für Laudator Prof. Dr. Stephan Büttner hat Anja Beddies mit dem "sehr gelungenen Vergleich" ein "herausragendes Ergebnis" vorgelegt. "Insbesondere bei den Ausführungen zur Technologie gelingt es der Autorin überzeugend darzustellen, dass nunmehr auch die Geisteswissenschaftler auf dem Weg in die eScience-Welt sind."
Dunja Langanke wurde der FHP-Preis im Studiengang Dokumentation für ihre Diplomarbeit "Das Chemische Zentralblatt im Wandel der Zeiten - der Weg von der gedruckten zur elektronischen Ausgabe" verliehen. Die Diplomarbeit zeigt die 140jährige Geschichte der Referatezeitschrift Chemisches Zentralblatt auf und verfolgt den Weg des Chemischen Zentralblattes von seiner gedruckten Ausgabe bis zu der seit kurzer Zeit vorliegenden digitalen Ausgabe. Prof. Dr. Eleonore Poetzsch betont in ihrer Laudatio, dass die Arbeit in ihrer wissenschaftlichen wie methodischen Herangehensweise einem sehr hohen Anspruch gerecht wird und sowohl wissenschaftshistorisch als auch informationswissenschaftlich von großem Wert ist. Sie würdigt insbesondere, dass "die Arbeit in hervorragender Weise das Konzept des Fachbereiches Informationswissenschaften umsetzt, das unter anderem darin besteht, Inhalte unterschiedlicher Fachgebiete, verschiedene methodische Ansätze und gedruckte wie elektronische Medien miteinander in Bezug zu setzen." Aufgrund der erwähnten Schnittstellenkompetenz empfehlen die Gutachter, die Ergebnisse der Arbeit als Publikation bei der Zeitschrift Information Wissenschaft & Praxis oder einer anderen Fachzeitschrift einzureichen.
Den FHP-Preis für die beste forschungsorientierte Masterarbeit der Hochschule erhielt Dipl.-Ing. M. Eng. Anett Wallasch für ihre Masterarbeit zum Thema "Studie und Variantenvergleich zur denkmal- und materialgerechten, baulichen und bauphysikalischen Instandsetzung und Ertüchtigung der Gebäudehülle des klassizistischen Ensembles des Friedenssaales zur Villa Tieck in Potsdam". Die Autorin hat mit ihrer Arbeit nicht nur ihre Fähigkeit nachgewiesen, vorhandenes Fachwissen vorbildlich anzuwenden, "sondern mit dem Einsatz verschiedener Analyseverfahren im Sinne einer anwendungsorientierten Forschung neue Erkenntnisse für die Erhaltung und Instandsetzung historischer Putzfassaden gewonnen," wie Laudator Prof. Siegfried Ast hervorhebt. In der Nominierung der Arbeit wird "die Bewältigung der komplexen Aufgabenstellung im Spannungsfeld zwischen den Anforderungen der Denkmalpflege und der modernen Bauphysik beispielhaft" genannt.
Der DAAD-Preis für besondere akademische und interkulturelle Leistungen ausländischer Studierender wurde an Arie Shulov, Fachbereich Sozialwesen, verliehen. Arie Shulov zeichnete sich insbesondere durch seine aktive Mitarbeit im Allgemeinen StudierendenAusschuss (AStA), durch selbst organisierte integrative Projekte zur Friedensarbeit, sein aktives Engagement im Kampf gegen Rechtsextremismus und seine Initiativen zur Förderung der Begegnung Deutschlands, Israels und Palästinas aus. Gerade dieses herausragende extracurriculare Engagement, das sich nicht auf die Hochschule beschränkt, sondern sich auch auf regionale, gesellschaftliche Bereiche sowie internationale Problemstellungen bezieht, ist besonders zu würdigen. Arie Shulov wuchs bis zu seinem 10. Lebensjahr in Riga auf und ist seit 1990 israelischer Staatsangehöriger. Er studiert seit 2006 an der FH Potsdam, ist Mitglied des AStA und vielfältig engagiert. Unter anderem ist er Mitglied im "Institut Neue Impulse" (INI) e.V, in dessen Rahmen er sich bei diversen Begegnungen zwischen Deutschen und Israelis als Dolmetscher für Deutsch-Englisch-Hebräisch engagiert.
Der Sonderpreis der Gesellschaft der Freunde & Förderer der FH Potsdam e.V. im Jahr 2008 geht an das Projekt "BOBCATSSS". Im Verlauf von drei Semestern (WS 2006/07 - SoSe 2008) wurde von Studierenden des Fachbereichs Informationswissenschaften die internationale Konferenz BOBCATSSS vorbereitet und durchgeführt. BOBCATSSS, ist ein Akronym, das die Zusammenarbeit von Universitäten beschreibt. Die Buchstaben setzen sich aus den Anfangsbuchstaben der Universitäten zusammen, die 1993 das Symposium initiiert haben: Budapest, Oslo, Barcelona, Copenhagen, Amsterdam, Tampere, Stuttgart, Szombately, Sheffield. Seit dieser Zeit findet diese Tagung jährlich statt, organisiert von Studenten der Bibliotheks- und Informationswissenschaften verschiedener Universitäten jeweils eines ost- und eines westeuropäischen Landes.
Im Verlauf von drei Semestern haben die Studierenden zusammen mit Studierenden der Humboldt-Universität Berlin, der Universität Ossijek und der Universität Zadar aus Kroatien eine großartige Arbeit geleistet und den Namen der FH Potsdam weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht. Mit der Konferenz BOBCATSSS 2008, die vom 29. bis 31. Januar 2008 in Zadar stattfand, haben die Studierenden bewusst gemacht, dass der Zugang zu Informationen ungleich verteilt ist, und die Basis für neue Ideen schafft. Die Tagung wurde ein Riesenerfolg, ca. 350 teilnehmende Studierende, Lehrende und Praktiker aus aller Welt informierten in zahlreichen sehr interessanten, qualitativ hoch stehenden Vorträgen und diskutierten in Foren und Workshops innovative Konzepte. Parallel gab es die größte Firmenausstellung seit Bestehen der BOBCATSSS-Tagungen.
Prof. Dr. Stephan Büttner, der die Studentengruppe betreut hat, lobt deren "sehr motivierte, engagierte und enthusiastische Arbeit", die wesentlich zum Erfolg dieses großen internationalen Projekts beigetragen hat. "Die wohl größte Erfahrung für alle Beteiligten, für die deutschen als auch die kroatischen Studierenden, lag jedoch", so die Einschätzung von Professor Büttner, "im persönlich erfahrenen interkulturellen Management zwischen Hochschulen und verschiedenen Ländern."
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Foto: Angela Müller
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