Die Rheinisch-Westfälische Gesellschaft für Innere Medizin (RWGIM) veranstaltet vom 27. bis 29. November 2008 ihre 183. Tagung unter dem Leitthema: "Medizin zwischen Humanität und Wettbewerb". Ärzte und Wissenschaftler aus allen internistischen Schwerpunktfächern kommen in Köln zusammen, um sich über aktuelles Wissen aus der Inneren Medizin zu informieren. Schwerpunkte der Tagung sind unter anderem Infektionskrankheiten, Ernährung, die körpereigene Abwehr und Neues aus der Krebstherapie. Darüber hinaus geht es um die Frage "Fortschritt oder Luxusmedizin?". Die Veranstalter rechnen mit etwa 500 Teilnehmern. Schirmherrin des Kongresses ist die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM).
Wichtiges Anliegen des Kongresskomitees ist auch die veränderte Arzt-Patientenbeziehung vor dem Hintergrund derzeitiger gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen: "Angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft und enger Budgets stellen sich immer häufiger auch ethische Fragen in der Medizin, mit denen die Gesellschaft, aber auch der einzelne Arzt konfrontiert ist", kommentiert Tagungspräsident Professor Dr. med. Manfred Weber das Kongressmotto. "Über diese "Verbetriebswirtschaftlichung" der Medizin werden wir ausführlich diskutieren", so Weber.
Ein medizinisches und zudem gesellschaftliches Problem sind große Volkskrankheiten. Auf der 183. Tagung der RWGIM stellen Forscher in diesem Zusammenhang neue Ergebnisse einer Langzeitstudie zur Erforschung der Risikofaktoren für Herzinfarkte vor: An der Heinz Nixdorf Recall-Studie nehmen seit acht Jahren etwa 4800 Menschen aus Nordrhein-Westfalen teil. Die auf dem Kongress vorgestellten Zwischenergebnisse belegen zum Beispiel, inwieweit Feinstaub dazu führt, dass sich die Herzkranzgefäße verengen. "Diese epidemiologische Ursachenforschung ist sehr wichtig, denn sie belegt Risiken und erlaubt dadurch präventive Schritte, die jeden Einzelnen schützen", so Professor Weber, Direktor der Medizinischen Klinik I, Krankenhaus Merheim der Kliniken der Stadt Köln und Lehrstuhlinhaber der Universität Witten-Herdecke. Als ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) betont Professor Weber auch mit diesem Kongress den integrativen Charakter in der Inneren Medizin. Die Jahrestagung stelle nicht allein den Fortschritt in den Schwerpunkten dar, sondern ziele darauf ab, die Gemeinsamkeit der Internisten im Denken und Handeln zu vertiefen.
Weitere Themen des Kongresses sind Infektionen und richtige Ernährung. So müssen Internisten immer häufiger Patienten behandeln, die mit tropischen Krankheitserregern infiziert sind. Diese treten aufgrund des veränderten Klimas vermehrt in Deutschland auf. Experten informieren daher über neue Erreger, deren Behandlung und die zunehmenden Antibiotikaresistenzen. Im Themenschwerpunkt Ernährung werden unter anderem kritische Fragen zu Nahrungsergänzungsmitteln und Doping im Freizeitsport erörtert.
Praxisnahe Weiterbildung ergänzt das Kongressprogramm: Im Vorfeld der Tagung können sich Ärzte zu Sonografie-, Endoskopie- und anderen Kursen anmelden. Diese Continuous Medical Education (CME) ermöglicht es Ärzten, sich zu qualifizieren und auf diese Weise bei der Ärztekammer Nordrhein Punkte zu sammeln. Nähere Informationen zum Kongress- und Kursprogramm finden Interessierte auf der Homepage http://www.rwgim.de. Die Anmeldung und Abstracteinreichung findet ausschließlich im Internet über die Online-Registrierung statt.
Pressekontakt für Rückfragen:
Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
Pressestelle
Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
D-70451 Stuttgart
Tel: 0711 89 31 552
Fax: 0711 89 31 167
voormann@medizinkommunikation.org
http://www.dgim.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Medizin
überregional
Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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