idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
26.09.2008 10:35

Erweiterte Nutzung von Kirchen - Modell mit Zukunft

Dr. Michael Eckardt Universitätskommunikation
Bauhaus-Universität Weimar

    Dokumentation der Tagung "Erweiterte Nutzung von Kirchen - Modell mit Zukunft" an der Bauhaus-Universität Weimar erscheint als 3. Band der Schriftenreihe der Evangelischen Akademikerschaft in Deutschland und der Evangelischen StudentInnengemeinde

    Die Zahl ist alarmierend: Mehrere tausend Kirchen müssen, so schätzen Experten, in den nächsten Jahren in Deutschland aufgegeben werden. Es drohen Umwidmung, Verfall oder sogar Abriss von zum Teil historischen Gebäuden. Noch fehlt es in den Kirchen an schlüssigen Konzepten zur Rettung bedrohter Gotteshäuser.

    Auf dem Evangelischen Hochschuldialog Ende Februar in Weimar zeigte sich, dass der Verlust ihrer Kirche für viele Menschen - ob Kirchgänger oder nicht - ein emotional besetztes Thema ist. Die Ergebnisse der bisher bundesweit größten Tagung zu diesem Thema hat die Evangelische Akademikerschaft jetzt in einer Dokumentation veröffentlicht.

    Der vorliegende Band dokumentiert Referate und Wortbeiträge der dreitägigen Tagung. Über 250 Teilnehmer diskutierten an der Bauhaus-Universität mit Experten aus Kirche und Gesellschaft über mögliche Wege zur Rettung der Kirchen und damit eines kulturellen Erbes. Die zahlreichen Aspekte und Impulse, u.a. aus fünf Arbeitsgruppen, wurden in einem "Weimarer Votum" gebündelt. Darin plädieren die Experten für einen Erhalt der Kirchen und deren Erweiterte Nutzung. Gegenüber diesem "Modell mit Zukunft" könne die Umnutzung und der Abriss von Gotteshäusern nur das allerletzte Mittel im Sinne einer "ultima ratio" sein, heißt es in der Erklärung.

    Wie dieser Weg in die Zukunft aussehen kann, dokumentiert der Band auf über 272 Seiten. In den Blickpunkt rücken dabei nicht nur theologische und historische Aspekte, sondern auch architektonische und städtebauliche sowie soziologische und gesamtgesellschaftliche Gesichtspunkte. Beispiele zeigen, dass die Interessen von Kirchengemeinden, Kommunen und anderen Gruppierungen nicht immer deckungsgleich sind. Aber erste Erfahrungen verdeutlichen auch: Durch offen geführte Entscheidungsprozesse können kreative Lösungen gefunden werden.

    "Es gilt, unseren Kirchengebäuden eine Zukunft zu sichern. Dazu bedarf es gedanklich wie praktisch ungewöhnlicher Initiativen", fordern denn auch die Verfasser des Weimarer Votums: "Ein grundlegender Wandel des öffentlichen Bewusstsein ist unerlässlich.

    Die Tagung in Weimar wurde von der Evangelischen Akademikerschaft in Deutschland und der Fakultät Architektur der Bauhaus-Universität Weimar veranstaltet und fand im Rahmen der Evangelischen Hochschuldialoge statt. Die Dialogreihe ist eine Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland mit dem Ziel, regelmäßig aktuelle gesellschaftliche Themen zu diskutieren. Evangelische Akademikerschaft in Deutschl Evangelische Akademikerschaft in Deutschland Arbeitskreis "Kirchen öffnen und erhalten".

    KELLER, Manfred/VOGEL, Kerstin (Hg.)(2008): Erweiterte Nutzung von Kirchen - Modell mit Zukunft. Bd. 3 der Reihe Evangelische Hochschuldialoge. Schriftenreihe der Ev. Akademikerschaft in Deutschland und der Ev. StudentInnengemeinde. Münster u.a.: Lit Verlag, ISBN 3825813894, 272 S., 24,90 Euro.

    Ansprechpartner
    Evangelische Akademikerschaft in Deutschland
    Manfred Keller, Vorsitzender Arbeitskreis "Kirchen öffnen und erhalten"
    Telefon 0234 / 43 05 05 hochschuldialog@t-online.de


    Weitere Informationen:

    http://www.evangelische-akademiker.de


    Bilder

    Cover des Tagungsbandes
    Cover des Tagungsbandes
    Quelle: Lit-Verlag Münster u.a.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur, Geschichte / Archäologie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

    Cover des Tagungsbandes


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).