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26.09.2008 14:40

Systeme, die das Herz unterstützen

Rudolf-Werner Dreier Kommunikation und Presse
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

    Deutschlandweit einmaliges Projekt wird von der DFG unterstützt

    Die akute und chronische Herzinsuffizienz ist in Deutschland für 23 Prozent aller Todesfälle verantwortlich. Die Zahl der Patienten mit einer solchen Erkrankung wird in den nächsten Jahrzehnten auf Grund der immer höheren Lebenserwartung weiter steigen. Wenn alle Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind und Medikamente nicht mehr helfen, bleibt für die Betroffenen die Herztransplantation als einzige Rettung. Die Warteliste für ein neues Herz ist jedoch sehr lang, da nicht genügend Spenderorgane zur Verfügung stehen. Daher sind viele Patienten auf sogenannte Herzunterstützungssysteme angewiesen, zu denen unter anderen das Kunstherz zählt. Trotz technischer und methodischer Weiterentwicklungen fehlen bis heute zuverlässige und gut verträgliche implantierbare Herzunterstützungssysteme. Häufige Komplikationen sind Infektionen und Entzündungsprozesse, die zu einem Multiorganversagen führen können, sowie Blutungen oder Gerinnselbildungen.
    Ziel des interdisziplinären Projektes am Universitätsklinikum Freiburg ist es, die Effektivität und Sicherheit des Einsatzes von Herzunterstützungssystemen zu verbessern. So sollen der Blutfluss in Herzunterstützungssystemen gezielt charakterisiert und Oberflächen entwickelt werden, die die Blutgerinnung unbeeinflusst lassen. Darüber hinaus werden die zellulären und molekularen Veränderungen des Herzens vor und nach Implantation eines Herzunterstützungssystems näher untersucht. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das in Deutschland einmalige Forschungsprojekt in den nächsten drei Jahren mit einer Summe von etwa 650. 000 Euro.
    In dem Projekt arbeiten die Abteilungen Herz- und Gefäßchirurgie, Klinische Chemie und Röntgendiagnostik sowie das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Freiburg mit dem Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und dem Institut für Mikrosystemtechnik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zusammen.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Dr. h.c. Friedhelm Beyersdorf
    Ärztlicher Direktor der Herz- und Gefäßchirurgie
    Tel.: 0761/270-8888
    E-Mail: friedhelm.beyersdorf@uniklinik-freiburg.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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