Volker Presser beschäftigt sich mit keramischen Werkstoffen
Am heutigen 30. September erhält der Tübinger Mineraloge Volker Presser (26) im Rahmen der Tagung GEO 2008 in Aachen den mit 2000 Euro dotierten Bernd Rendel-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Mit dem Preis soll jungen diplomierten, aber zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht promovierten Preisträgern die Teilnahme an internationalen Kongressen und Tagungen ermöglicht werden. Insgesamt erhalten in diesem Jahr vier Nachwuchswissenschaftler den Preis für herausragende Diplomarbeiten, laufende Dissertationen oder andere Forschungsarbeiten. Der Bernd Rendel-Preis wird seit 2002 verliehen. Er erinnert an den früh verstorbenen Geologiestudenten Bernd Rendel, dessen Angehörige eine Stiftung gleichen Namens ins Leben riefen, die jährlich die Mittel für die Auslobung und Vergabe des Preises bereitstellt.
In der Würdigung der DFG zum Preis heißt es: "Nach nur neun Semestern und mit sehr gutem Erfolg schloss Volker Presser sein Studium der Geowissenschaften und der Mineralogie in Tübingen ab. Materialwissenschaftlich-technisch besonders interessiert, beschäftigte er sich in seiner ambitionierten Diplomarbeit unter anderem mit den Oberflächeneigenschaften und dem Oxidationsverhalten des keramischen Werkstoffs Siliciumcarbid (SiC), der auch industriell genutzt wird. Im Rahmen seines Promotionsstudiums ist er seit März 2006 Wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem DFG-geförderten Forschungsprojekt, das sich einer typischen Beanspruchung von SiC-Keramiken widmet - und damit auch aufschlussreich für industrielle Anwendungen ist."
Das Projekt zum Verschleißverhalten von SiC wird in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik in Freiburg durchgeführt. Dabei wird durch die Aufklärung grundsätzlicher Verschleißmechanismen eine verbesserte Vorhersage für den Ausfall von SiC-Bauteilen wie z.B. Gleitringdichtungen möglich.
In einem weiteren Projekt beschäftigt sich Volker Presser mit Seeigeln als Modellsystem für bioinspirierte Keramiken. Er untersucht das mechanische Verhalten von Seeigelstacheln. Diese zeichnen sich durch hohe Druckfestigkeit trotz spröden Baumaterials aus und sind dabei stoffdurchlässig durch hohe Porosität. Erste Ergebnisse belegen die technische Um-setzbarkeit der "Seeigelstachelarchitektur" auf keramische Werkkörper.
Kontakt:
Volker Presser
Institut für Geowissenschaften
Arbeitsbereich Mineralogie und Geodynamik
Wilhelmstr. 56
D-72074 Tübingen
Tel.:07071 29 76804
E-Mail: volker.presser@uni-tuebingen.de
web: www.volker-presser.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geowissenschaften, Werkstoffwissenschaften
regional
Personalia, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

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