Experten diskutieren über Forschung und Lehre
Bonn, 07.10.2008. Auf Einladung des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) treffen sich an die 100 deutsche und türkische Germanisten vom 12. bis 17. Oktober an der Universität Mannheim, um sich über gemeinsame Themen unter anderem in den Bereichen Literaturwissenschaft, Deutsch als Fremdsprache (DaF) und Interkulturelles Lernen sowie die Auswirkungen des Bologna-Prozesses auf die Germanistik beider Ländern auszutauschen.
Offiziell eröffnet wird die Tagung am 13. Oktober mit Grußworten vom Vorsitzenden des DAAD-Beirats Germanistik, Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal, Prof. Dr. Eva Neuland aus dem Vorstand des DAAD sowie Prof. Dr. Jörg Kilian aus dem Vorstand des Deutschen Germanistenverbandes.
Das Tagungsprogramm führt die unterschiedlichen Perspektiven beider Länder in den verschiedensten Bereichen der Germanistik zusammen und beleuchtet dabei auch die Migrationsthematik. So spricht zum Beispiel die Vorsitzende des türkischen Germanistenverbandes, Dr. Zehra Gülmüs, zur Situation der Germanistik in der Türkei, während die deutsche Linguistin Imken Keim die kommunikativen Fähigkeiten von türkischstämmigen Migrantenjugendlichen in Deutschland analysiert oder an anderer Stelle über Konzepte der Höflichkeit aus interkultureller Sicht diskutiert wird. Über allgemeinere Aspekte der deutsch-türkischen Beziehungen referiert in einem Abendvortrag die ehemalige Bundestagspräsidentin und gegenwärtiges Mitglied der Global Commission on International Migration, Prof. Dr. Rita Süssmuth.
Abgerundet wird die Expertentagung durch eine Lesung der deutsch-türkischen Schriftstellerin Emine Özdamar, die 1991 den Ingeborg-Bachmann-Preis erhalten und 2006 die "Berlin-Istanbul-Trilogie" vorgelegt hat. Abschließend geht es für die Tagungsteilnehmer zur Frankfurter Buchmesse mit dem diesjährigen Gastland Türkei.
Die vom DAAD jährlich veranstalteten Germanistentreffen bieten ein bewährtes Forum für den bilateralen Austausch und tragen so zur Internationalisierung des Faches bei. In den letzten Jahren wurden entsprechende Konferenzen beispielsweise mit Vertretern der koreanischen und südosteuropäischen Germanistik organisiert. Das letzte deutsch-türkische Treffen dieser Art fand 1994 in Bonn statt. Die Veranstaltungen werden jeweils durch einen umfangreichen Tagungsband dokumentiert.
Journalisten sind herzlich zur Veranstaltung eingeladen.
Kontakt:
Dr. Roman Luckscheiter, DAAD
Referat Auslandsgermanistik und DaF
Tel: 0228 / 882-832
E-Mail: luckscheiter@daad.de
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Francis Hugenroth
Tel: 0228 / 882-454
Fax: 0228 / 882-659
Mail: presse@daad.de
www.daad.de
Kennedyallee 50
D - 53175 Bonn
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Studium und Lehre, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).