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08.10.2008 09:10

Studienstart mit "Vater des Passivhauses"

Roland Hahn Pressestelle
Fachhochschule Erfurt

    Der Masterstudiengang Passivhaus + ist in Erfurt gestartet. Prof. Dr. Wolfgang Feist (Universität Innsbruck, Leiter Passivhaus Institut Darmstadt) begleitet die Starterwoche. Am 9. Oktober referiert er über "Klimaschutz - ein Beitrag der Bauphysik".

    Am 29. September ist an der Architekturfakultät der Fachhochschule Erfurt der neue Masterstudiengang "Master of Arts Passivhaus +" mit 13 Studierenden aus China, Marokko, Vietnam und Deutschland gestartet. Die "Starterwoche" vom 6. bis 10. Oktober begann für die Neuen mit einem Highlight: Prof. Rongen konnte den weltweit renommierten Physiker Prof. Dr. Wolfgang Feist (Universität Innsbruck, Leiter Passivhaus Institut Darmstadt) gewinnen, die Woche maßgeblich mit zu gestalten. So wurden die Studierenden vom weltweit anerkannten "Vater des Passivhauses" in die Grundlagen des Bauens im Passivhausstandard eingeführt. Am 9. Oktober hält der Innsbrucker Gast für alle Angehörigen der Fakultät Architektur den Gastvortrag "Klimaschutz - ein Beitrag der Bauphysik" (10:00 Uhr, Schlüterstraße 1, Aula).

    Studiengangleiter Prof. Ludwig Rongen ist mit der Zahl der Studienanfänger sehr zufrieden, kam sie für diesen bislang einzigartigen Masterstudiengang doch ohne eigene Bachelor-Absolventen zustande. Erst 2009 wird es in Erfurt die ersten eigenen Bachelorabsolventen geben. Mit Abschluss des Studiums im Bereich des Hocheffizienten Bauens können sich die angehenden Master auch zum "Zertifizierten Passivhausplaner" qualifizieren. Das ist mit Blick auf die Berufsaussichten ein besonderes Plus des international ausgerichteten Studiengangs, da die EU den Passivhausstandard mittelfristig als den europaweiten Mindeststandard anstrebt. Großbritannien will sogar ab 2015 für Neubauten nur noch CO2-neutrale Gebäude zulassen. "Auch ohne staatliche Verordnung würden sich die Passivhäuser, die 80 % weniger Heizenergie als nach heute gesetzlich vorgeschriebenem Standard errichtete Neubauten benötigen, immer mehr durchsetzen, zumal auch die Lufthygiene und der Nutzkomfort eines solchen Hauses einem Standardhaus gegenüber deutlich überlegen ist. Passivhäuser rechnen sich bei den heutigen Energiepreisen schon vom allerersten Tag an ", so Prof. Ludwig Rongen. Er will mit diesem Studiengang insbesondere auch das unter Architekten immer noch weit verbreitete Vorurteil abbauen, mit einem Passivhaus ließe sich keine gute "Architektur" realisieren. Für ihn ist "Architektur" mehr als nur gute Gestaltung. Nach seiner Meinung hat gute Architektur auch den an sie gestellten Anforderungen an Funktion, Konstruktion, Ökologie, Ökonomie usw. (diese Aufzählung erhebt seiner Meinung nach bei weitem nicht den Anspruch auf Vollzähligkeit) zu genügen, weshalb der Studiengangsschwerpunkt auch Passivhaus + genannt worden ist.

    Kontakt über 0361 6700-416


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Studium und Lehre
    Deutsch


     

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