"Online first" heißt es mittlerweile in den meisten Zeitungs- und Zeitschriftenredaktionen, und auch in die Akademienforschung hat das elektronische Publizieren längst Einzug gehalten. Damit möglichst viele Menschen die in den Akademien erarbeiteten Editionen und Wörterbücher nutzen können, sind zahlreiche dieser wertvollen Wissensspeicher im Internet frei zugänglich. Auf der Open-Access-Messe am 9. und 10. Oktober 2008 in Berlin stellt die Arbeitsgruppe "Elektronisches Publizieren" der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ausgewählte Projekte der Akademien vor.
Kurzportraits von insgesamt zwölf Projekten wurden darüber hinaus in einer Broschüre zusammengefasst - darunter zum Beispiel die Hethitischen Forschungen, das Altägyptische Wörterbuch, das Goethe-Wörterbuch und die Jahresberichte für deutsche Geschichte. Die Broschüre liegt während der Messe aus und kann außerdem im Berliner Büro der Akademienunion angefordert werden.
Von der elektronischen Publikation der Akademieprojekte profitieren die Wissenschaft und die interessierte Öffentlichkeit in doppelter Weise: Zum einen kann so jedermann auf die mit öffentlichen Mitteln finanzierten Arbeitsergebnisse zugreifen, zum zweiten ergeben sich hier neue Möglichkeiten der Vernetzung. Musste etwa ein Germanist auf der Suche nach einem mittelhochdeutschen Wort aus dem Nibelungenlied bislang in vier bis fünf Büchern nachschlagen, so geben ihm heute die vier miteinander vernetzten mittelhochdeutschen Wörterbücher unter www.mwv.uni-trier.de schnell und kompetent Auskunft. Viele Wörterbücher sind darüber hinaus mit ihren Quellen und digitalen Textarchiven verknüpft; die kritischen Editionen großer Denker, Dichter und Komponisten erhalten durch eine Vernetzung mit ihren Überlieferungszeugen - seien es nun Faksimiles oder Volltext - eine neue Qualität.
Ort: Foyer der Rost- und Silberlaube der Freien Universität Berlin,
Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, Stand 25
Zeit: 9. Oktober 2008 bis 10. Oktober 2008
Neben der Arbeitsgruppe "Elektronisches Publizieren" der Akademienunion stellen sich auf der Open-Access-Messe etwa 30 Dienstleister, Verlage, Repositorien, Open-Access-Zeitschriften und im Netz zugängliche Forschungsprojekte einem breiten Publikum aus der deutschsprachigen Wissenschaftslandschaft vor (http://open-access.net/). Die Open-Access-Messe begleitet die zeitgleich an der Freien Universität stattfindenden Open-Access-Tage, zu denen sich bereits etwa 250 Teilnehmer angemeldet haben.
Ihre Ansprechpartner
Prof. Dr. Kurt Gärtner, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Elektronisches Publizieren der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, E-Mail:
gaertnek@staff.uni-marburg.de, Tel. 0160 / 90 24 44 26
Broschüren mit den Kurzvorstellungen und weitere Informationen:
Myriam Hönig, Leiterin des Berliner Büros der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, E-Mail: hoenig@akademienunion-berlin.de, Tel. 030 / 325 987-370
Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien, die sich zur Umsetzung gemeinsamer Interessen zusammengeschlossen haben. Unter dem Dach der Union sind mehr als 1600 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedenster Fachrichtungen vereint, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören. Die Union koordiniert das "Akademienprogramm", das eines der größten und bedeutendsten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik Deutschland darstellt. Sie fördert die Kommunikation zwischen den Akademien, betreibt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und organisiert Veranstaltungen über aktuelle Probleme der Wissenschaft. Die Akademienunion kommuniziert mit Wissenschaftsorganisationen des In- und Auslandes und entsendet Vertreter in nationale und internationale Wissenschaftsorganisationen.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geschichte / Archäologie, Informationstechnik, Kulturwissenschaften, Sprache / Literatur
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch

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