idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
09.10.2008 13:39

Die Neuerfindung der Moderne - Klima- und Energiesicherheit im 21. Jahrhundert

Prof.Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina

    Sprecher: Hans Joachim Schellnhuber
    Eine Veranstaltung des Leopoldina Akademie Freundeskreises e. V. gemeinsam mit dem Verein Berliner Kaufleute und Industrieller e. V.
    27. Oktober 2008, 18.30 Uhr
    Ludwig Erhard Haus, Fasanenstr. 85, 10623 Berlin

    Der Klimawandel ist Realität; wir Menschen sind seine Verursacher. Seit 1900 ist die globale Mitteltemperatur um 0,8 Grad Celsius gestiegen. Setzen wir unsere "fossile" Wirtschaftsweise fort, könnte die Erdtemperatur bis zum Ende des Jahrhunderts gegenüber dem vorindustriellen Niveau um bis zu sechs Grad Celsius steigen. Damit würde unsere Welt zu einer völlig anderen.
    Wenn es uns noch gelingen soll, unkontrollierbare Klimaentwicklungen abzuwenden, müssen wir umgehend auf einen nachhaltigen Entwicklungspfad einschwenken. Eine entschlossene Klimapolitik muss Voraussetzungen schaffen, in denen sich die Innovationskräfte der Wirtschaft voll entfalten können. Denn klar ist: Der Schlüssel zur Stabilisierung des Weltklimas liegt in der Dekarbonisierung unseres Wirtschaftslebens - der Dimension nach nichts anderes als eine Dritte Industrielle Revolution.

    Hans Joachim Schellnhuber leitet das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) seit der Gründung im Jahr 1992. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen (WBGU) und wurde für die G8- und EU-Ratspräsidentschaften Deutschlands im Jahr 2007 zum wissenschaftlichen Chefberater der Bundesregierung in Fragen des Klimawandels und der internationalen Klimapolitik ernannt. Als Mitglied der Sachverständigengruppe Energie und Klimawandel berät er auch den EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso. 1993 wurde er Professor für Theoretische Physik an der Universität Potsdam. Seit 2005 lehrt er zudem als Gastprofessor an der Universität Oxford.
    1950 in Ortenburg bei Passau geboren studierte Schellnhuber Physik und Mathematik an der Universität Regensburg. Auf seine Promotion in Theoretischer Physik im Jahr 1980 folgten mehrjährige Forschungsaufenthalte unter anderem an der University of California in den USA. 1989 wurde er Professor am Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg und später Direktor des Instituts. Von 2001 bis 2005 war Schellnhuber zudem Wissenschaftlicher Direktor des britischen Tyndall Centre for Climate Change Research.
    Schellnhuber ist Mitherausgeber mehrerer Fachzeitschriften und Mitglied wissenschaftlicher Vereinigungen wie der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der US-amerikanischen National Academy of Sciences. Er hat mehr als 200 Artikel und rund 40 Bücher über Theoretische Physik, Umweltanalyse und Nachhaltigkeitsforschung veröffentlicht. 2004 verlieh ihm die britische Königin Elizabeth II den Titel "Commander of the Most Excellent Order of the British Empire" (CBE). 2007 wurde er für seine wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Klimafolgenforschung und deren Kommunikation in Politik und Gesellschaft mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet.


    Weitere Informationen:

    http://www.freundeskreis-leopoldina.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geowissenschaften
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).