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11.10.2008 09:31

Schnarchende Herz-Patienten leben kürzer

Christiane Limberg Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

    32. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und 19. Jahrestagung der Arbeitsgruppe Herzschrittmacher und Arrhythmie (9.-11. 10. 2008, Hamburg)

    (Hamburg, 11. Oktober 2008) "Neben einer optimalen herzmedizinischen Behandlung sind spezielle Atem-Therapien ("Positiv-Druck-Verfahren") Mittel der Wahl, um die Beschwerden und die Prognose von Herz-Patienten zu verbessern", berichtet Prof. Dr. Winfried Randerath (Solingen) auf der 32. Herbsttagung der DGK und der 19. Jahrestagung der Arbeitsgruppe Herzschrittmacher und Arrhythmie (9.-11. Oktober in Hamburg), bei der rund 2000 Herz-Spezialisten zusammenkommen. "Eine aktuelle Studie zeigt eine Verbesserung der Sterblichkeit bei den Patienten, bei denen eine optimale Verbesserung der Atmung im Schlaf erreicht werden konnte." Bei bestimmten Atemstörungen mit dem periodischen Muster anschwellende Atmung, unterbrochen von Atempausen bis hin zum Atemstillstand ("Cheyne-Stokes-Atmung"), konnte eine Verbesserung der Atemstörungen um etwa 50 Prozent erreicht werden, berichtet Prof. Randerath.

    Jeder zweite Mensch mit einer Herzkrankheit leidet unter Atemstörungen im Schlaf. Dabei spielen das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom, also die mit Schnarchen und Atempausen verbundene Verlegung der oberen Atemwege, und die Cheyne-Stokes-Atmung die größte Rolle. "Atemprobleme führen zu vermehrter Tagesschläfrigkeit und erhöhter Unfallhäufigkeit und gelten als unabhängiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Folgeerkrankungen - die vermehrte Atemanstrengung belastet zusätzlich das Herz über einen vermehrten Sauerstoffbedarf", so Prof. Randerath. "Es überrascht daher nicht, dass Patienten mit Herzinsuffizienz ("Herzschwäche"), die unter Cheyne-Stokes-Atmung leiden, eine verkürzte Überlebenszeit zeigen im Vergleich zu herzinsuffizienten Patienten, die im Schlaf normal atmen."

    Kontakt:
    Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
    Pressestelle
    Prof. Dr. Eckart Fleck / Christiane Limberg
    Achenbachstr. 43, 40237 Düsseldorf
    Tel.: 0211 / 600 692 - 61; E-Mail: limberg@dgk.org

    Bettschart&Kofler Medien- und Kommunikationsberatung
    Pressezentrum am Kongress: 0049-(0)40-35695302: mobil 0043-676-6356775

    Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 6700 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.


    Weitere Informationen:

    http://www.dgk.org


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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