Unter Lebensmittelallergien leiden etwa ein bis zwei Prozent aller Erwachsenen und bis zu zehn Prozent der Kinder. Auslöser sind sowohl tierische als auch pflanzliche Produkte. Die Oktoberausgabe der "Nachrichten aus der Chemie" berichtet, was ein Allergen chemisch gesehen ist, welche Methoden es aufspüren und wie sich seine Wirkung mindern lässt.
Ein Lebensmittel enthält häufig mehrere Allergene, auf die Menschen unterschiedlich reagieren: Die Erdnussallergie ist in Deutschland wenig verbreitet, tritt in England in letzter Zeit vermehrt auf und ist in den USA ein Problem. Apfelallergiker sind in nordeuropäischen Ländern häufiger als in Südeuropa. Dabei reagieren die nördlichen Apfelallergiker auf andere Allergene als die südlichen.
Ein Allergen ist oft ein Protein mit Bindungsstellen für spezifische Antikörper, Epitope genannt. Lebensmitteltechnische Verarbeitung kann die Epitope eines Proteins und damit das allergene Potenzial verändern: Es reduziert sich im Apfel beim Erhitzen während der Saftgewinnung, das Rösten einer Erdnuss dagegen erhöht ihr allergenes Potenzial. Gentechnische Verfahren können die Epitope zerstören und damit das allergene Potenzial eines Lebensmittels senken.
Die allergenen Proteine sind in einem Lebensmittel durch elektrophoretische, chromatographische und immunologische Verfahren identifizierbar. Andere Methoden spüren allergieauslösende Substanzen auch in einem verarbeiteten Produkt auf.
Über diese und weitere Neuigkeiten zu Lebensmittelallergenen berichtet in der Oktoberausgabe der "Nachrichten aus der Chemie" die Lebensmittelchemikerin Angelika Paschke. Die PDF-Datei des Artikels gibt es bei der Redaktion der "Nachrichten aus der Chemie" unter nachrichten@gdch.de.
Nahezu 80.000 anspruchsvolle Chemiker und Chemikerinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Lehre informieren sich mit den "Nachrichten aus der Chemie" über Entwicklungen in der Chemie, in angrenzenden Wissenschaften sowie über gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte. Kennzeichen der Zeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker sind das breite Spektrum der Berichte, das einmalige Informationsangebot an Personalien, Veranstaltungs- und Fortbildungsterminen sowie der große Stellenmarkt.
http://www.gdch.de/nachrichten "Nachrichten aus der Chemie"
http://www.gdch.de/taetigkeiten/nch/jg2008/h10_08.htm Das Oktoberheft der "Nachrichten aus der Chemie"
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Umwelt / Ökologie
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Publikationen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).