"Transferpreis WissensWerte" an Forscher der FU Berlin
Blinde und Sehbehinderte können jetzt Zeitungen und Bücher lesen, wo immer sie das wollen. Ein transportables Vorlesegerät mit einer speziellen Kameratechnik eröffnet ihnen völlig neue Welten. Das Projekt wurde 2005 in der Arbeitsgruppe Künstliche Intelligenz von Prof. Dr. Raúl Rojas vom Institut für Informatik der Freien Universität Berlin gestartet. Seine früheren Mitarbeiter Cüneyt Göktekin und Oliver Tenchio haben die Idee durch die Gründung 2007 der beyo GmbH in Potsdam zur Marktreife gebracht. Der Lohn für die drei Informatiker: Aus der Hand von Wirtschaftsstaatsekretärin Almuth Nehring-Venus erhalten sie am 16. Oktober den mit 20.000 Euro dotierten "Transferpreis WissensWerte" 2008 des Fördervereins Technologiestiftung Berlin e.V.
In Deutschland leben rund 150.000 Blinde und etwa 600.000 Sehbehinderte. Für sie gab es bisher nur die Möglichkeit, sich durch Sprachgeräte, die mit zumeist schweren und unhandlichen Scannern arbeiten, vorlesen zu lassen. Ziel der Neuentwicklung war es nicht nur, diese Scanner durch eine Digitalkamera zu ersetzen und das gesamte System zu miniaturisieren. Vor allem ging es darum, innovative Wege zur Bildbearbeitung zu finden. So bestand eine Herausforderung darin, die durch Schatten oder zu viel Licht bedingten Schwierigkeiten beim Erfassen von Schriftstücken zu überwinden. Außerdem müssen Dokumente schnell bearbeitet werden, um so überhaupt eine Akzeptanz bei den Betroffenen zu finden.
Der "Transferpreis WissensWerte" wurde in diesem Jahr vom Förderverein Technologiestiftung Berlin e.V. zum fünften Mal ausgeschrieben. Bewerben konnten sich Wissenschaftler aller naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen einschließlich Medizin und Mathematik an universitären und außeruniversitären Einrichtungen in Berlin, deren Forschungsarbeiten erfolgreich in wirtschaftliche Anwendungen transferiert wurden.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

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