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14.12.2000 15:26

Intensivstation für Kinder wird modernisiert

Dr. med. Eva M. Kalbheim Pressestelle
Deutsche Krebshilfe e. V.

    Intensivstation für Kinder wird modernisiert
    Deutsche Krebshilfe leistet Nothilfe in Rostock

    Rostock - Manches krebskranke Kind muss im Verlauf seiner Behandlung auf einer Intensivstation versorgt werden. Während die kinderonkologische Station in Rostock in den zurückliegenden Jahren mit Spenden aus der Bevölkerung, des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, der Hansestadt Rostock aber auch aus ganz Deutschland sowie der Deutschen Krebshilfe zu einer modernen Kind-Eltern-Station ausgebaut werden konnte, ist der bauliche und apparative Zustand auf der Intensivstation nicht mehr hinnehmbar und dringend renovierungsbedürftig. Die Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen sind notwendig, um Kindern und Eltern in ihrem Leid den Anblick der Baufälligkeit zu ersparen. Da das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Universität Rostock nicht genug Geld aufbringen können, um eine umfassende Modernisierung zu finanzieren, stellt die Deutsche Krebshilfe 1,9 Millionen Mark für die Umbaumaßnahmen zur Verfügung.

    Die kleine Sophie aus Rostock ist acht Jahre alt und leidet unter Leukämie. Die Chemotherapie schlug bei ihr sehr gut an, doch im Verlauf des vierten Behandlungszyklus entwickelte sich hohes Fieber, ihr Blutdruck fiel ab und sie geriet in einen lebensbedrohlichen Zustand. Sie musste von der normalen kinderonkologischen Station auf die Intensivstation verlegt werden, wo sie einige Tage lang rund um die Uhr intensiv überwacht wurde. Die Verlegung auf die Intensivstation war für die Eltern in vielerlei Hinsicht bedrückend - nicht zuletzt wegen der schlechten baulichen Verhältnisse. Dieser Notstand ist nach Angaben des Direktors der Universitäts-Kinder- und -Jugendklinik Rostock, Professor Dr. Ingo Richter, nicht länger zu ertragen: "Wenn unsere Ärzte und Schwestern nicht ein so hohes persönliches Engagement zeigen würden, dann wären sicherlich schon längst Vorwürfe gegen uns erhoben worden."

    Die dringend notwendigen Umbaumaßnahmen und die Erneuerung der medizinisch-technischen Ausrüstung kosten insgesamt 2,5 Millionen Mark. Die Medizinische Fakultät Rostock kann 600.000 Mark investieren, die übrigen 1,9 Millionen Mark werden von der Deutschen Krebshilfe übernommen. Dazu Frau Professor Dr. Ing. habil. Dagmar Schipanski, die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe: "Wenn die Not so drängend ist und eine andere Finanzierung nicht gewährleistet werden kann, dann helfen wir rasch und unbürokratisch. Die Deutsche Krebshilfe hat in Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile umfassende Förderungsmaßnahmen bewilligt. Hier dient unsere Hilfe ganz unmittelbar der verbesserten Versorgung krebskranker Kinder."

    Info-Kasten: Krebs bei Kindern
    Jährlich erkranken in Deutschland etwa 1.700 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren neu an Krebs. Die häufigsten Krebsdiagnosen bei Kindern sind Leukämien, bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems, Hirntumoren, Neuroblastome, Wilmstumoren der Niere und Knochenkrebs. Währen noch vor 30 Jahren fast jedes krebskranke Kind starb, werden heute etwa 70 Prozent der kleinen Patienten geheilt. Zu diesem Erfolg haben auch die Fördermaßnahmen der Deutschen Krebshilfe maßgeblich beitragen können. Die im Sommer 1996 gegründete Stiftung Deutsche KinderKrebshilfe der Deutschen Krebshilfe e.V. soll die Krebsbekämpfung im Kindes- und Jugendalter nachhaltig intensivieren.

    Interviewpartner auf Anfrage!

    Projekt-Nummer: 50-2626


    Weitere Informationen:

    http://www.krebshilfe.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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