Unter dem Motto "Offen gesprochen über Geld" finanziert das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium an der Hochschule Niederrhein ein zweijähriges Pilotprojekt, in dessen Rahmen Familienzentren spezielle Beratungen zum Thema Finanzkompetenz anbieten sollen. In 35 Familienzentren in den Städten Köln, Essen, Castrop-Rauxel und Dorsten sowie aus dem Hochsauerlandkreis, dem Kreis Minden-Lübbecke und dem Kreis Kleve wird das neue Hilfsangebot erprobt. Ausgewählt werden die Zentren von Professorin Dr. Stefanie Bödeker und Diplom-Oecotrophologin Meike Hamacher (Fachbereich Oecotrophologie), die das Pilotprojekt wissenschaftlich begleiten und auswerten. Das Ministerium stellt dafür 210.000 Euro Fördermittel zur Verfügung.
"In vielen Familien gilt noch immer der Grundsatz, dass man über Geld nicht spricht. Angesichts der aktuellen Krise auf den Finanzmärkten und der Verunsicherung vieler Verbraucher zeigt sich, dass der verantwortungsvolle Umgang mit Geld eine Schlüsselqualifikation der Zukunft ist", so Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg. "Hier können die Familienzentren ein wichtiger Ansprechpartner gerade für junge Familien werden. Denn mit der Geburt des ersten Kindes ändert sich die Einkommenslage oft spürbar. Ein Einkommen fällt weg, während gleichzeitig die Kosten steigen." Die Erzieherinnen und Erzieher aus den Zentren werden im Rahmen des Projektes speziell für das Thema Verschuldung und Finanzkompetenz sensibilisiert und erarbeiten mit der Hochschule individuelle Beratungsangebote. Dazu können auch Elternabende, gemeinsames Einkaufen, Eltern-Kind-Kochen oder regelmäßige Besuche der örtlichen Schuldnerberater im Familienzentrum gehören. Wichtig ist, dass jedes Familienzentrum die neuen Angebote dauerhaft in seine Beratungsarbeit aufnehmen kann.
Bei der Auswahl der Familienzentren wurden bewusst sowohl Großstädte als auch ländliche Gebiete berücksichtigt, ebenso verschiedene Träger und unterschiedlich aktive Familienzentren. Auch die Einkommensstruktur wurde beachtet. "Wir konzentrieren uns nicht nur auf sozial schwache Gebiete", unterstreicht Projektleiterin Prof. Stefanie Bödeker von der Hochschule Niederrhein. "Wir wollen gleichermaßen Familien aus allen Einkommensschichten erreichen. Denn das Wissen um den richtigen Umgang mit Geld wird eine zunehmend schwierigere Aufgabe."
Noch in diesem Monat organisiert die Hochschule Niederrhein die ersten Runden Tische, an denen jedes Familienzentrum zusammen mit kommunalen Vertretern und örtlichen Schuldner- und Verbraucherberatern die lokale Zusammenarbeit bespricht. Gleichzeitig werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Fortbildungen darauf vorbereitet, den Bedarf an Unterstützung bei den Eltern zu erkennen und darauf zu reagieren. Die Praxisphase in den Kommunen beginnt im Januar 2009.
Durch einen im Vorfeld organisierten Wettbewerb und auf vergangenen Fachtagungen des Verbraucherschutzministeriums wurde das große Interesse der Familienzentren am Thema Finanzkompetenz offenkundig. Bisher gibt es aber nur wenige praxiserprobte Ansätze für die Einbindung des Themas in die Beratungsangebote der Zentren. Dies soll sich mit dem Pilotprojekt nun ändern. Seine Ergebnisse werden daher auch allen Familienzentren landesweit zur Verfügung stehen.
Kontakt: Meike Hamacher, Tel. 02161-186-5407, E-Mail: Finanzkompetenz-im Familienzentrum@hs-niederrhein.de
Pilotprojekt mit Familienzentren soll Finanzkompetenz junger Familien stärken
Unter dem Motto "Offen gesprochen über Geld" finanziert das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium an der Hochschule Niederrhein ein zweijähriges Pilotprojekt, in dessen Rahmen Familienzentren spezielle Beratungen zum Thema Finanzkompetenz anbieten sollen. In 35 Familienzentren in den Städten Köln, Essen und Castrop-Rauxel sowie aus dem Hochsauerlandkreis, dem Kreis Minden-Lübbecke und dem Kreis Kleve wird das neue Hilfsangebot erprobt. Ausgewählt werden die Zentren von Professorin Dr. Stefanie Bödeker und Diplom-Oecotrophologin Meike Hamacher (Fachbereich Oecotrophologie), die das Pilotprojekt wissenschaftlich begleiten und auswerten. Das Ministerium stellt dafür 210.000 Euro Fördermittel zur Verfügung.
"In vielen Familien gilt noch immer der Grundsatz, dass man über Geld nicht spricht. Angesichts der aktuellen Krise auf den Finanzmärkten und der Verunsicherung vieler Verbraucher zeigt sich, dass der verantwortungsvolle Umgang mit Geld eine Schlüsselqualifikation der Zukunft ist", so Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg. "Hier können die Familienzentren ein wichtiger Ansprechpartner gerade für junge Familien werden. Denn mit der Geburt des ersten Kindes ändert sich die Einkommenslage oft spürbar. Ein Einkommen fällt weg, während gleichzeitig die Kosten steigen." Die Erzieherinnen und Erzieher aus den Zentren werden im Rahmen des Projektes speziell für das Thema Verschuldung und Finanzkompetenz sensibilisiert und erarbeiten mit der Hochschule individuelle Beratungsangebote. Dazu können auch Elternabende, gemeinsames Einkaufen, Eltern-Kind-Kochen oder regelmäßige Besuche der örtlichen Schuldnerberater im Familienzentrum gehören. Wichtig ist, dass jedes Familienzentrum die neuen Angebote dauerhaft in seine Beratungsarbeit aufnehmen kann.
Bei der Auswahl der Familienzentren wurden bewusst sowohl Großstädte als auch ländliche Gebiete berücksichtigt, ebenso verschiedene Träger und unterschiedlich aktive Familienzentren. Auch die Einkommensstruktur wurde beachtet. "Wir konzentrieren uns nicht nur auf sozial schwache Gebiete", unterstreicht Projektleiterin Prof. Stefanie Bödeker von der Hochschule Niederrhein. "Wir wollen gleichermaßen Familien aus allen Einkommensschichten erreichen. Denn das Wissen um den richtigen Umgang mit Geld wird eine zunehmend schwierigere Aufgabe."
Noch in diesem Monat organisiert die Hochschule Niederrhein die ersten Runden Tische, an denen jedes Familienzentrum zusammen mit kommunalen Vertretern und örtlichen Schuldner- und Verbraucherberatern die lokale Zusammenarbeit bespricht. Gleichzeitig werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Fortbildungen darauf vorbereitet, den Bedarf an Unterstützung bei den Eltern zu erkennen und darauf zu reagieren. Die Praxisphase in den Kommunen beginnt im Januar 2009.
Durch einen im Vorfeld organisierten Wettbewerb und auf vergangenen Fachtagungen des Verbraucherschutzministeriums wurde das große Interesse der Familienzentren am Thema Finanzkompetenz offenkundig. Bisher gibt es aber nur wenige praxiserprobte Ansätze für die Einbindung des Themas in die Beratungsangebote der Zentren. Dies soll sich mit dem Pilotprojekt nun ändern. Seine Ergebnisse werden daher auch allen Familienzentren landesweit zur Verfügung stehen.
Kontakt: Meike Hamacher, Tel. 02161-186-5407, E-Mail: Finanzkompetenz-im Familienzentrum@hs-niederrhein.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Gesellschaft, Pädagogik / Bildung
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
Deutsch

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