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20.10.2008 13:25

CHE-Studie untersucht Stiftungshochschulen in Deutschland und zeigt Autonomie- und Entwicklungspotenziale auf

Britta Hoffmann-Kobert Bereich Dialog und Veranstaltungen
CHE Centrum für Hochschulentwicklung

    Die CHE-Studie "Stiftungshochschulen in Deutschland - ein Zukunftsmodell?" vergleicht die staatlichen Stiftungshochschulen in ihren rechtlichen Grundlagen und Möglichkeiten und zeigt auf, wie diese eine größere Selbständigkeit durch die Umsetzung verschiedener Modelle erreichen konnten.

    Mit Stiftungshochschulen verbindet sich die positive Vorstellung von Staatsferne und bürgerschaftlichem Engagement. Augenscheinlich sind Stiftungsmodelle attraktive Formen der autonomen Gestaltung von Freiheitsrechten der Hochschulen. Das Land Niedersachsen hat im Jahr 2003 fünf Hochschulen in die Trägerschaft von Zuwendungsstiftungen überführt. Seit kurzem sind die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und die Europa-Universität Viadrina ebenfalls Stiftungen bzw. in Trägerschaft von Stiftungen.

    Mit der Rechtsform der Stiftung ist auf Seiten der Hochschulen die Erwartung verbunden, mehr Autonomie durch größere Staatsferne zu erlangen. Stiftungen bieten Hochschulen die Chance, sich besser in der Gesellschaft zu verankern und zusätzliche Mittel einzuwerben. Auf Seiten der Stifter ist mit dem Modell die Erwartung an eine hohe Effizienz des Mitteleinsatzes verbunden. Aber auch der Staat hat ein Interesse daran, seine Hochschulen nicht mehr im bisherigen Umfang alimentieren zu müssen, wenn es gelingt, mehr privates Kapital durch Spenden aufzubringen.

    Die CHE-Studie, die auch auf Experteninterviews mit Hochschulleitungen, Dekanaten und Stiftungsräten beruht, kommt zu dem Ergebnis, dass die staatlichen Stiftungshochschulen gegenüber dem status quo ante an Autonomie gewonnen haben.

    Stiftungsmodelle sind daher ein lohnendes Experiment, das noch weitere Potenziale für die Gestaltung von Reformprozessen in den Hochschulen enthält (z. B. im Personalbereich, Arbeitsgestaltung, Vergütungsregelungen etc.). Aus diesem Grund wird empfohlen, diese Form auch in anderen Ländern zu erproben und die entsprechenden Rahmenbedingungen zu setzen, zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Dabei ist insbesondere auf einen ausreichenden Entwicklungszeitraum zu achten.

    Die Studie steht als CHE-Arbeitspapier 110 auf der Homepage des CHE zum download zur Verfügung.

    Weitere Informationen:
    Yorck Hener, CHE Consult GmbH, Tel.: 05421-2117937, e-mail: yorck.hener@che-consult.de


    Weitere Informationen:

    http://www.che.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

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