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22.10.2008 10:54

Sozialerhebung zeigt: TFH Georg Agricola ist Hochschule für Bildungsaufsteiger.

Stephan Düppe Pressestelle
Technische Fachhochschule Georg Agricola

    Präsident betont gesellschaftspolitische Signalwirkung.

    Mehr als 70 % aller Studierenden der Technischen Fachhochschule Georg Agricola (TFH) stammen aus hochschulfernen Elternhäusern, das heißt weder Vater noch Mutter hatten an einer Hochschule studiert. Damit sind an der TFH deutlich mehr "Bildungsaufsteiger" eingeschrieben als an den anderen Hochschulen. (Zum Vergleich: An den deutschen Universitäten stammen nur ca. 40 % der Studierenden nicht aus Akademikerhaushalten, an den Fachhochschulen sind es im Schnitt 53 %).
    Das ergab die Sozialerhebung, die die Technische Fachhochschule Georg Agricola zu Beginn des aktuellen Wintersemesters unter ihren Studierenden durchgeführt hat.

    Ausgewählte Ergebnisse dieser Umfrage, die sich mit der sozialen Herkunft und dem finanziellen Hintergrund der Studierenden beschäftigt, wurden heute auf der Internetseite der TFH unter http://www.tfh-bochum.de/befragungen.html veröffentlicht.

    "Ich freue mich, dass wir für so viele Bildungsaufsteiger attraktiv sind.", äußerte TFH-Präsident Professor Dr. Jürgen Kretschmann anlässlich der Veröffentlichung der Sozialerhebungs-Ergebnisse. "Viele Politiker, Wirtschafts- und Gewerkschaftsvertreter fordern zu Recht, dass der Hochschulzugang für die so genannten bildungsfernen Schichten erleichtert werden soll. Diese Forderung erfüllen wir bereits heute und setzen damit auch ein wichtiges gesellschaftspolitisches Zeichen. Mit vielfältigen Fördermaßnahmen wollen wir dafür sorgen, dass das so bleibt."

    Die TFH Georg Agricola erleichtert zum Beispiel mit Brückenkursen in Grundlagenfächern und mit Tutorien für Migranten den Zugang zur Hochschule. Einige der Fördermaßnahmen betreffen aber auch die finanzielle Situation der Studierenden: Als private Fachhochschule erhebt die TFH geringere Studienbeiträge als die meisten staatlichen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen: Das erste Semester ist grundsätzlich beitragsfrei, um den Übergang Schule-Studium zu erleichtern. Studierende mit Kindern und Bezieher eines BAFöG-Satzes ab 350 Euro sind für das gesamte Studium von den Beiträgen befreit. Großzügige Ermäßigungs- und Härtefallregelungen sorgen dafür, dass die Studienbeiträge für die Studierenden finanzierbar bleiben.

    Die Sozialerhebung wurde nicht zuletzt auch deshalb durchgeführt, um die finanzielle Situation der Studierenden besser einschätzen zu können und weitere unterstützende Maßnahmen einzuleiten. Ein wichtiges Ergebnis der Erhebung: Mehr als 80 % der TFH-Studierenden gehen einer Erwerbstätigkeit nach, um Studium und Lebensunterhalt zu finanzieren. Durch eine gezielte, individuelle Beratung informiert die TFH ihre Studierenden über alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie z.B. Stipendien und Studienkredite.

    Studienbeiträge scheinen übrigens kaum ein Hinderungsgrund dafür zu sein, ein Studium an der TFH aufzunehmen: Seit Einführung der Beiträge im Sommersemester 2007 ist die Zahl der Neueinschreibungen an der TFH stark angestiegen und hat im Wintersemester 2008/09 die historische Rekordzahl von über 400 Erstsemestern erreicht. Damit leistet die TFH einen gewichtigen Beitrag zur Behebung des Ingenieurmangels, insbesondere im Ruhrgebiet.


    Weitere Informationen:

    http://www.tfh-bochum.de/befragungen.html - Ergebnisse der Sozialerhebung sowie Evaluationsergebnisse


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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