Ausbildung in "Gesundheitssport und Sporttherapie" an sportwissenschaftlichen Einrichtungen

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20.12.2000 12:00

Ausbildung in "Gesundheitssport und Sporttherapie" an sportwissenschaftlichen Einrichtungen

Frederik Borkenhagen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft

    Die "Kommission Gesundheit" der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) hat ein Konsensus-Papier vorgelegt, das eine Basis für die an vielen Hochschulen laufende Diskussion um die Einführung neuer B.A./M.A.-Studiengänge im Handlungsfeld Gesundheit bietet.

    Die Kommission Gesundheit der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) hat seit ihrer Gründung 1995 eine intensive Diskussion um die universitäre Ausbildung für den Tätigkeitsbereich Gesundheitssport und Sporttherapie geführt.

    So erfolgte zunächst eine Bestandsaufnahme der Studiengänge, deren Schwerpunkte im Bereich Prävention, Rehabilitation und Therapie liegen. Die Vielfalt der verschiedenen Studiengänge stellt nicht nur auf dem Arbeitsmarkt ein Problem dar (vgl. dazu die Ergebnisse der Untersuchung von Klaus Pfeifer in "dvs-Informationen" 2/1999, 23-27).
    Im Rahmen der Jahrestagung 1998 in Bad Schönborn wurden verschiedene nationale und internationale Ausbildungskonzepte vorgestellt und intensiv diskutiert.
    Im Frühjahr 2000 wurde eine Konsensuskonferenz in Frankfurt am Main organisiert, an der mehr als 30 Expertinnen und Experten aus den Hochschulen teilnahmen. Die Ergebnisse dieses Arbeitstreffens wurden vom Sprecherrat der Kommission "Gesundheit" in einem Konsensus-Papier zusammengefasst und auf der Kommissionstagung 2000 in Karlsruhe verabschiedet.

    Dieses Konsensus-Papier stellt eine Basis dar, um die an vielen Hochschulen laufende Diskussion um die Einführung neuer B.A./M.A.-Studiengänge auf einheitliche Grundlagen zu stellen. Es benennt Schlüsselqualifikationen, gibt Beispiele für Bausteine (Module) der theoretischen wie praktischen Ausbildung und entwickelt modellhaft einen Studiengang "Gesundheitssport und Sportherapie" (B.A./M.A.). Die Kommission hofft, durch diesen Vorschlag die Qualität der Ausbildung positiv zu beeinflussen, Vernetzungen zu initiieren und zu vergleichbaren Ausbildungsstrukturen kommen zu können. Das Papier ist abgedruckt in der Zeitschrift "Gesundheitssport und Sporttherapie" 16 (2000), 5, S. 165-173. Es weiterhin im Internet unter http://www.uni-kiel.de/sport/dvs-gesundheit/publikationen.html zu finden.

    Die Aktivitäten der dvs-Kommission Gesundheit waren in den letzten fünf Jahren u.a.:
    - Verbesserung der Qualität sowie Vernetzung der Forschung: Insbesondere die bisher durchgeführten fünf Jahrestagungen zeigen, dass die Kommission als Plattform der wissenschaftlichen Diskussion zu Themen des Gesundheitssports und der Sporttherapie zunehmend anerkannt wird. Weit mehr als 100 Teilnehmer auf der Jahrestagung 2000 in Karlsruhe weisen dieses Interesse aus.
    - Die Kommission Gesundheit hat sich zunehmend um Vernetzung mit einschlägigen Partnern gekümmert. Die Jahrestagung 2000 fand bspw. gemeinsam mit dem Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie (DVGS) statt; die Kurzfassungen der Beiträge wurden in der von der DVGS herausgegebenen Zeitschrift "Gesundheitssport und Sporttherapie" veröffentlicht. Im Rahmen dieser Jahrestagung trugen auch Vertreter des Public Health Forschungsverbundes (Prof. Dr. Badura), des Deutschen Sportbundes (Friedhelm Kreiß) sowie des Deutschen Sportstudio Verbandes (Birgit Schwarze) vor, mit deren Institutionen sehr positive Kooperationen aufgebaut werden konnten. Die Kooperation mit dem DVGS wird mit der Jahrestagung 2001 in Aachen fortgesetzt.
    - Um intensivere Kontakte zur Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DSGP) bemüht sich die Kommission Gesundheit aktuell. Vertreter der Sportmedizin sind allerdings bereits seit Beginn der Kommissionsarbeit sowohl in den Sprecherrat eingebunden, als auch an Einzelprojekten (z.B. Ausbildungskonzeption) beteiligt.
    - Die "Kommission Gesundheit" hat zu gesundheitspolitischen Fragen wie der Streichung und der Wiedereinführung des § 20 SGB in modifizierter Form mehrfach Stellung bezogen und bemüht sich gleichzeitig um die Entwicklung und die Sicherung von Qualitätsstandards für die Durchführung von Gesundheitssportangeboten in Kooperation mit den Sportverbänden (vgl. dazu u.a. "dvs-Informationen" Heft 2/1999 zum Schwerpunktthema "Gesundheitssport"; im Internet unter: http://www.sport.tu-darmstadt.de/dvsinfo/vol14n2.html).

    Sprecher der dvs-Kommission Gesundheit ist derzeit Prof. Dr. Walter Brehm, Lehrstuhl für Sportwissenschaft II der Universität Bayreuth, 95440 Bayreuth, Tel.: (0921) 55-3470/-3471, Fax: (0921) 55-3468, eMail: walter.brehm@uni-bayreuth.de.
    Dem Sprecherrat der Kommission gehören weiterhin an: Prof. Dr. Ulrike Ungerer-Röhrich (Universität Bayreuth, Institut für Sportwissenschaft), Dr. Klaus Pfeifer (Universität Frankfurt am Main, Institut für Sportwissenschaften), Prof. Dr. Alfred Rütten (Technische Universität Chemnitz, Fachgebiet Sportwissenschaft) und PD Dr. Manfred Wegner (Universität Kiel, Institut für Sport und Sportwissenschaften).

    Die nächste Jahrestagung der Kommission findet statt am 26.-27. Oktober 2001 in der Reha-Klinik Schwertbad in Aachen. Das Thema der Tagung, die gemeinsam mit dem DVGS veranstaltet wird, ist "Interventionen im Gesundheitssport und in der Sporttherapie".

    Weitere Informationen zur Kommission sind im Internet zu finden unter: http://www.uni-kiel.de/sport/dvs-gesundheit


    Weitere Informationen:

    http://www.uni-kiel.de/sport/dvs-gesundheit
    http://www.sport.tu-darmstadt.de/dvsinfo/vol14n2.html


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Sportwissenschaft
    überregional
    Studium und Lehre
    Deutsch


    Sprecherrat der dvs-Kommission Gesundheit (v.l.n.r.): Prof. Rütten, Prof. Ungerer-Röhrich, Prof. Brehm, Dr. Pfeifer, PD Dr. Wegner


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