Deutsche Herzstiftung informiert bundesweit im November 2008
(Frankfurt am Main, 27. Oktober 2008) "Sie haben einen Herzklappenfehler" - diese Diagnose bekommen immer mehr Menschen zu hören. Denn die Lebenserwartung steigt, und Klappenfehler treten im Alter gehäuft auf. Die wichtigsten Gründe dafür: Kalkablagerungen lassen die für die Pumpfunktion des Herzens unverzichtbaren Ventile verschleißen, oder diese nehmen wegen anderer Herzleiden Schaden. Schon fast 300 000 Menschen hierzulande leben deshalb mit einer neuen - biologischen oder mechanischen - Herzklappe. Entsprechend hat auch die Zahl der Operationen zugenommen. So wurden im vorigen Jahr in Deutschland insgesamt 37 405 chirurgische Eingriffe an Herzklappen durchgeführt, zum Teil in Kombination mit Bypass-Operationen. Auf dem Gebiet der Wiederherstellung defekter Herzklappen wie auch des Klappenersatzes hat die Medizin große Fortschritte gemacht, und es werden derzeit neue Therapieverfahren erprobt.
Schwere Herzklappenfehler können die Lebenserwartung erheblich einschränken. Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, Symptome wie abnehmende Leistungsfähigkeit nicht etwa als "normale" Alterserscheinung abzutun, sondern den Arzt aufzusuchen. Denn bei früher Diagnose, regelmäßigen Kontrolluntersuchungen sowie entsprechender Therapie und Nachsorge sind die Chancen sehr gut, trotz eines Klappenfehlers weitgehend normal leben zu können.
Klappenerkrankung - Klappenoperation - Gerinnungshemmung
Patienten mit einer Herzklappenerkrankung, vor und nach einer Klappenoperation haben viele Fragen, allerdings fehlt es an geeignetem Informationsmaterial. Deshalb wird die Deutsche Herzstiftung in ihrem Herzmonat im November die Bevölkerung bundesweit über Herzklappenerkrankungen, Klappenoperationen und die für Herzklappen-Operierte wichtige Gerinnungshemmung aufklären. Ganz neu ist zudem die Wende in der Endokarditis-Prophylaxe (Vorbeugung einer Entzündung der Herzinnenhaut), die vielen Patienten mit Herzklappenerkrankungen die Einnahme von Antibiotika erspart.
Zusammen mit Herzzentren, Kliniken, niedergelassenen Herzspezialisten, Verbänden, Krankenkassen und den Medien wird es zu diesen Themen mehr als 850 Seminare, Vorträge, Schulungskurse zur Gerinnungs-Selbstkontrolle und Telefonsprechstunden geben. Zudem bringt die Herzstiftung zum Herzmonat zwei neue Broschüren "Herzklappenerkrankungen heute" (85 Seiten) und "Gerinnungshemmung" (64 Seiten) heraus, in denen führende Herzexperten laienverständlich die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesen Themen vermitteln. Die Hefte können gegen jeweils 3 Euro in Briefmarken angefordert werden bei: Deutsche Herzstiftung e.V., Vogtstr. 50, 60322 Frankfurt am Main.
Hinweise auf Veranstaltungen, die im Herzmonat 2008 stattfinden, sind über die Telefonnummer 069/955128-333 oder im Internet unter www.herzstiftung.de abrufbar.
18/2008
Informationen:
Deutsche Herzstiftung e.V.
Pressestelle
Dr. Klaus Fleck / Pierre König
Tel. 069/95 51 28-140
Fax: 069/95 51 28-345
E-Mail: koenig@herzstiftung.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Medizin
überregional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch

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