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04.11.2008 15:39

Naturereignisse oder Naturkatastrophen?

Dr. Martin Beyer Dezernat Kommunikation
Otto-Friedrich-Universität Bamberg

    Geographieprofessor Dr. Andreas Dix hält seine Antrittsvorlesung

    Die gegenwärtige Berichterstattung in den Massenmedien erzeugt das Bild einer gefährlicher werdenden Welt, die immer häufiger von Naturkatastrophen heimgesucht wird. Aber ist das wirklich so? Oder werden aufgrund der intensiveren Wahrnehmung, des Bevölkerungswachstums und der steigenden Flächeninanspruchnahme nicht einfach immer mehr Naturereignisse zu Naturkatastrophen? Hier kann eine historisch-geographische Untersuchungsperspektive ansetzen, die Verteilungen solcher Naturereignisse in Raum und Zeit analysiert und nach den Folgen für die Menschen fragt. Das ist Thema der Antrittsvorlesung "Von Erdschlipfen, Bergbrüchen und anderen natürlichen Revolutionen. Ansätze zu einer Historischen Geographie natürlicher Risiken" von Geographieprofessor Dr. Andreas Dix, die er am 6. November um 19.15 Uhr im Raum 218 im Gebäude Am Kranen 12 halten wird.

    Am Beispiel so genannter Massenbewegungen, also z.B. von Felsstürzen und Hangrutschungen, wird an zwei regionalen Beispielen, der Schwäbischen Alb und Südtirol, gezeigt, welche Informationen sich durch die Auswertung archivalischer Quellen gewinnen lassen. Dabei geht es nicht nur um die Rekonstruktion des Geschehens, sondern auch um die Frage, wie frühere Gesellschaften diese Ereignisse wahrgenommen und darauf reagiert haben.

    Prof. Dr. Andreas Dix ist seit Dezember 2006 Inhaber der Professur für Historische Geographie an der Universität Bamberg. Seine Forschungsgebiete umfassen Themen der Umweltgeschichte (historische Naturkatastrophenforschung, Rekonstruktion historischer Kulturlandschaften), der Angewandten Historischen Geographie sowie der Siedlungs- und Planungsgeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts. Gegenwärtig leitet Andreas Dix zwei Projekte, eines im Rahmen des BMBF/DFG-Sonderprogramms "Geotechnologien". Das zweite Projekt ist Teil eines von der DFG geförderten Schwerpunktprogramms, das sich mit der Entwicklung frühkeltischer Fürstensitze befasst.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geowissenschaften
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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