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06.11.2008 11:55

Neue Untersuchungen liefern erstaunliche Ergebnisse über historische Tsunamis

Dr. Stefanie Beier Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz Universität Hannover

    Nachwuchswissenschaftler der Leibniz Universität Hannover veröffentlicht Studie in internationaler Fachzeitschrift NATURE

    M.Sc. Widjo Kongko, Doktorand am Franzius Institut für Wasserbau und Küsteningenieurwesen der Leibniz Universität Hannover, hat in der renommierten Fachzeitschrift NATURE einen Artikel über "A 1,000-year sediment record of tsunami recurrence in northern Sumatra" als Ko-Autor veröffentlicht. Die Arbeit, die er gemeinsam mit sechs weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verfasst hat, erschien in diesen Tagen in NATURE, Volume 455/30. October 2008. Unter folgendem Link findet sich ein Video über die Fachstudie: http://www.nature.com.

    Die Autorinnen und Autoren berichten in ihrem Beitrag über neue Erkenntnisse der Paleo-Tsunami Forschung in der Region Nord-Sumatra. Mit Hilfe neuer geologischer Messverfahren und -techniken konnten sie anhand von erkundeten Bodenformationen und Sedimentablagerungen in Küstennähe feststellen, dass im Laufe der Jahrhunderte einige Tsunamis - ähnlicher Dimension wie derer 2004 - die Region getroffen haben müssen. Infolge der damals nur wenig und in einigen Bereichen gar nicht besiedelten Küste gibt es über diese Tsunamis keine historischen Aufzeichnungen. Offene Fragen verbleiben über das Wiederkehrintervall dieser extremen Tsunamis im Indischen Ozean.

    Der erst seit kurzem am Franzius-Institut beschäftigte Ko-Autor des Beitrags, Widjo Kongko aus Indonesien, forscht für seine Doktorarbeit über die Analyse und Simulation von Tsunamis, die durch Erdbeben ausgelöste Massenbewegungen oder lokale Hangrutschungen entstehen können. Er hat dazu umfangreiche Messungen durchgeführt und eine umfassende Naturdatensammlung zusammengestellt. Widjo Kongko ist Stipendiat des Instituts für Umwelt und Menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen, mit dem das Franzius-Institut intensive Forschungskooperationen pflegt.

    Hinweis an die Redaktion:
    Für weitere Informationen steht Ihnen Prof. Torsten Schlurmann, Franzius-Institut für Wasserbau und Küsteningenieurwesen, unter Telefon +49 511 762 2572 oder per E-Mail unter schlurmann@fi.uni-hannover.de gern zur Verfügung.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Geowissenschaften, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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