Größtes "Tigerauge" Deutschlands liegt im Mineralogischen Museum der Uni Bonn

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12.11.2008 10:08

Größtes "Tigerauge" Deutschlands liegt im Mineralogischen Museum der Uni Bonn

Dr. Andreas Archut Abteilung Presse und Kommunikation
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

    Diese Woche traf im Mineralogischen Museum der Universität Bonn im Poppelsdorfer Schloss ein besonderes Exponat ein: das größte in einem deutschen Museum ausgestellte "Tigerauge". Der Edelstein, eine Scheibe von etwa zwei Metern Länge und 150 Kilogramm Gewicht, stammt aus der Bergkette Hamersley Range in Westaustralien, dem besten Tigerauge-Vorkommen, das bisher gefunden wurde.

    Das Prachtstück wurde auf der größten Mineralienbörse der Welt in Tucson, Arizona, und vor zwei Wochen auf den Münchener Mineralientagen ausgestellt. Die Leiterin des Mineralogischen Museums der Uni Bonn, Dr. Renate Schumacher, konnte den Besitzer der Scheibe, David Vaughan von der Firma Australian Outback Mining, überzeugen, dass das Tigerauge im Poppelsdorfer Schloss ein adäquates Zuhause finden könnte. Nun galt es, das Prachtstück nach Bonn zu transportieren. Das traditionelle Rheinische Mineralien-Kontor Dr. F. Krantz mit Sitz in Bonn-Tannenbusch spendete die Fracht von München zu ihrem Firmensitz. Das letzte Stück von Tannenbusch nach Poppelsdorf wurde mit Hilfe der Fahrbereitschaft der Universität Bonn bewältigt.

    Im Jahr 2005 entdeckten die Australier Glenn Archer, David Vaughan und Richard Williamsen das in Anbetracht der großen Fundstücke winzige Tigerauge-Vorkommen in der 2,5 Milliarden Jahre alten Marra Mamba Formation. Die Fundstelle des Tigerauges wirkt eher wie eine Stecknadel im Heuhaufen - sprich der Weite Westaustraliens. Zwei Blöcke von über fünf Tonnen wurden so intakt wie möglich belassen. Unter Einsatz modernster Techniken schnitt David Vaughan die Platte zu und polierte sie in erstklassiger Qualität - ein Meisterwerk, weil der Schnitt exakt parallel zu den Fasern erfolgen muss, damit das Gestein nicht stumpf erscheint.

    Eine kleinere Platte wurde bei einer Auktion in Texas im Juni 2008 für ganze 215 000 US-Dollar versteigert - ein Wert, der einen Eindruck von der außerordentlichen Qualität vermittelt. Renate Schumacher vom Mineralogischen Museum ist sehr stolz auf die Leihgabe die, wie sie hofft, auf Dauer im Poppelsdorfer Schloss verweilen wird.

    Das Mineralogische Museum der Universität Bonn ist jeden Mittwoch und Freitag von 15 bis 17 Uhr und sonntags (außer an Feiertagen) von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt: ab 17 Jahren 2,50 Euro, ermäßigt 1,50 Euro.

    Kontakt:
    Mineralogisches Museum am Steinmann-Institut der Universität Bonn
    Dr. Renate Schumacher
    Telefon: 0228/73 2764
    E-Mail: r.schumacher@uni-bonn.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geowissenschaften
    überregional
    Organisatorisches
    Deutsch


    Detail des Tigerauges. Foto: Renate Schumacher/Uni Bonn


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