Der Tübinger Kultur- und Medienwissenschaftler Ulrich Hägele erhält für sein Buch "Fotoethnographie" den Silbernen Fotobuchpreis 2009 in der Kategorie Fotogeschichte / Fototheorie. Der Deutsche Fotobuchpreis gilt als die renommierteste Auszeichnung auf dem deutschen Markt für illustrierte Publikationen und wird vom Börsenverein des deutschen Buchhandels vergeben. Der Preis wird am 14. November in Stuttgart verliehen.
Die Jury lobt vor allem die fotografische Qualität, den ästhetischen Gesamteindruck und die fotogeschichtliche Leistung des Siegertitels. In dem voluminösen und reich bebilderten Werk beschreibt Ulrich Hägele, der bei den Tübinger Medienwissenschaften lehrt, die volkskundlich-ethnologische Fotografie von ihren Anfängen um 1850 bis in die Gegenwart unter den drei Stichwörtern Sinnstiftung, Ideologisierung und Professionalisierung. Der Autor liefert faszinierende Einblicke in die Geschichte der visuellen Feldforschung und zeigt anschaulich die interdisziplinären Möglichkeiten des methodischen Vorgehens. Das Buch ist ist die erste deutschsprachige Monographie, die sich der ethnographischen Fotografie in dieser Ausführlichkeit und zeitlichen Tiefe widmet.
Der preisgekrönte Band geht auf ein DFG-Projekt an der Universität Tübingen zurück und ist eine Edition des Verlags der Tübinger Vereinigung für Volkskunde (e.V.), in dem seit 45 Jahren die wissenschaftlichen Veröffentlichungen des Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft erscheinen.
Kontakt:
Ulrich Hägele
ulrich.haegele@uni-tuebingen.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Kulturwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaften
regional
Forschungsergebnisse, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

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