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14.11.2008 13:49

Christian-Wolff-Professur in Halle: Eröffnungsveranstaltung und erste Vorlesung von Jean-Claude Galey

Dipl.-Journ. Carsten Heckmann Pressestelle
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Am Montag, 17. November 2008, findet die Eröffnungsveranstaltung und erste Vorlesung im Rahmen der Christian-Wolff-Professur der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Wintersemester 2008/2009 statt. Bevor Prof. Dr. Jean-Claude Galey seine Eröffnungsvorlesung zum Thema "The Polities of Religion and the Religion of Politics - An actual interplay" hält, führt Prof. Dr. Thomas Hauschild in die Thematik der Vortragsreihe ein.

    Zeit:
    17. November 2008, 16 Uhr
    Ort:
    Martin-Luther-Universität
    Hallischer Saal (Tulpe)
    Universitätsring 5

    Der Inhaber der aktuellen Christian Wolff-Professur, Prof. Dr. Jean-Claude Galey, lehrt und forscht an der École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris, über Indien und insbesondere die Himalaya-Region und Kerala. Als Schüler und enger Vertrauter von Louis Dumont, der mit seinem "Homo Hierarchicus" bis heute das Standardwerk über das indische Kastensystem (und Hierarchie als Wert) geschrieben hat, gilt sein besonderes Interesse der Kaste und der Person in Indien. Galey betrieb ethnohistorische und ethnographische Forschungen über das Königtum in Nordindien - besonders hinsichtlich der "Gretchenfrage" der Indienforschung: die Natur der Beziehung von König und Brahmane oder, abstrakter ausgedrückt, von Politik und Religion in Indien.

    Die Beziehung zwischen Politik und Religion in Indien repräsentiert auch die Thematik der Vortragsreihe im Rahmen der Christian Wolff-Professur. Obwohl Galey seine Argumentation eng an ethnologische und historische Fakten mit Bezug auf Indien binden wird, ist doch zu erwarten, dass er Licht auf eine über Indien hinaus gehende Problematik wirft, die uns alle beschäftigt: die global gespannte Beziehung von Politik und Religion. Damit wird er ein hochaktuelles Thema aus ethnologischer Sicht behandeln, das beispielsweise bei der Untersuchung der Jesus Only-Bewegungen in Amerika, des Wirkens von Osama bin Laden im Mittleren Osten oder des sakralen Königtums in Bhutan, der Ausstrahlung Barack Obamas im Präsidentschaftswahlkampf in den USA oder der in der Luther-Dekade zu untersuchenden Wirkung Luthers eine wichtige Rolle spielt. Die Vortragsreihe von Prof. Galey ist daher nicht nur für Südasienforscher und Ethnologen, sondern auch für Politikwissenschaftler, Philosophen und Theologen von Bedeutung.

    Die Christian-Wolff-Professur ist eine regelmäßige Gastprofessur, die erstmals im Wintersemester 1999/2000 vergeben wurde und mit der die MLU an ihre große Tradition als eine der führenden Universitäten der Aufklärung anknüpft. Die Professur ermöglicht es, auswärtige Wissenschaftler für jeweils ein Semester zu gewinnen, die in ihren wissenschaftlichen Arbeiten die Grundlagen und methodischen Probleme ihres Faches auf exemplarische und international beachtete Weise behandelt haben. Die Studierenden der Universität profitieren in einer Vorlesungs- und Seminarreihe von den Ergebnissen dieser Forschungen.

    Text: Dr. Petra Hoffmann

    Ansprechpartner:
    Prof. Dr. Burkhard Schnepel
    Philosophische Fakultät I, Seminar für Ethnologie
    Telefon: 0345 55 24 190
    E-Mail: burkhard.schnepel@ethnologie.uni-halle.de


    Weitere Informationen:

    http://www.gsaa.uni-halle.de/deu/aktuelles/termine.php?t=20081117,2 Programm der Christian-Wolff-Professur


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Politik, Religion
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Personalia
    Deutsch


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