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20.11.2008 09:00

IBM und Fraunhofer ISST entwickeln Zugriffslösungen für elektronische Gesundheitskarte

Niklas Reinhardt Öffentlichkeitsarbeit / Marketing / Institutsteil Berlin
Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST

    Partnerschaft will IT im Gesundheitswesen voranbringen

    IBM und das Fraunhofer ISST arbeiten bei der Entwicklung von Datenschutz- und Zugriffslösungen für Krankenhäuser zusammen. Ziel der im Mai geschlossenen Partnerschaft ist es, im Rahmen der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte Lösungen für einen sicheren Zugriff von Krankenhaus-Mitarbeitern auf Patientendaten zu entwickeln und zu vermarkten.

    Dazu haben die Vertragspartner einen Showcase für ein integriertes Datenschutz- und Zugriffsystem konzipiert und implementiert, das Security-Komponenten aus den Bereichen IBM Tivoli und IBM WebSphere mit der Lösungskompetenz des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik ISST in den Bereichen Identitätsmanagement und Sicherheitsarchitekturen verbindet. Pilotprojekte mit Krankenhäusern, die sich so auf einen einfachen Übergang zum neuen System der elektronischen Gesundheitskarte vorbereiten wollen, sind für das erste Quartal 2009 geplant.

    Beschreibung der Lösung

    Die Lösung des Fraunhofer ISST siedelt das Berechtigungsmanagement in den IBM-Produkten zwischen klinischen Informationssystemen und Konnektor an. Kern der Lösung ist ein sogenanter "Policy Enforcement Point". Er bietet nach außen die Konnektor-Schnittstelle an, so dass das Berechtigungsmanagement mit wenig Mehraufwand an jedes System angebunden werden kann. Der Vorteil für die Hersteller ist, dass sie ohne Rücksicht auf die Belange des Identitäts- und Berechtigungsmanagements gegen die Schnittstellen des Konnektors entwickeln können und anschließend das fertig konfigurierte Berechtigungsmanagement inklusive der daran angebundenen Protokollierung "einschieben" können. Analog zu den "Plug-and-Play"-Lösungen für Arztpraxen ist so eine Umsetzung des im Rahmen der elektronischen Gesundheitskarte vorgeschriebenen Berechtigungsmanagements auch im Krankenhaus möglich, ohne dass die entsprechenden Zugriffsregeln aufwendig in alle einzelnen Systeme hineinprogrammiert werden müssen.
    Die im Rahmen eines "Proof-of-Concept" implementierte Lösung lässt sich intelligent und einfach in die bestehende IT-Infrastruktur integrieren, ist skalierbar und kann entsprechend hochverfügbar ausgelegt werden.

    Zentrale Komponenten sind
    - WebSphere DataPower - dient als Webservice Gateway und Policy Enforcement Point,
    - Tivoli Security Policy Manager - kontrolliert die Zugriffe (wird in Kürze released),
    - Tivoli Federated Identity Manager - dient als Identity Provider.

    Anforderungen an ein modernes Gesundheitswesen

    Die IT im Gesundheitssystem steht unter besonders hohen Anforderungen. Trotz eines enormen Kostendrucks muss sie in der Lage sein, kritische Prozesse zuverlässig und schnell abzuwickeln. Zentral ist es dabei, die richtige (Patienten-) Information zur richtigen Zeit an den richtigen Krankenhausmitarbeiter zu vermitteln.
    Den Krankenhäusern soll das System künftig die Vergabe abgestufter Zugriffsrechte für Ärzte und weitere Mitarbeiter sowie die komplette Dokumentation der Zugriffe auf die Patientendaten erlauben, die vom Gesetzgeber gefordert ist.
    Für Krankenhäuser bietet das System damit umfassende Möglichkeiten, den Zugriff auf die zahlreichen Systeme zur Speicherung von Patientendaten zentral zu administrieren. Künftige Veränderungen der Gesetzeslage können damit ebenso einfach und kostengünstig umgesetzt werden wie individuelle Veränderungen der Zugriffsrechte einzelner Mitarbeiter oder Mitarbeitergruppen.

    "IBM bringt breite Erfahrung im Bereich von Security-Lösungen mit. Wir sehen die Kooperation daher als ideale Partnerschaft, um durch innovative Lösungen das deutsche Gesundheitssystem voranzubringen", so Dr. Jörg Caumanns, Experte für das Geschäftsfeld eHealthcare am ISST.

    "Mit dem Fraunhofer ISST haben wir einen kompetenten und innovativen Partner gefunden, mit dem wir gemeinsam die richtigen Lösungen für eine Modernisierung und höhere Effizienz im Gesundheitswesen entwickeln wollen", so Hans-Jürgen Rose, verantwortlich für Lösungen im Bereich Öffentliche Verwaltung der IBM Software Group.

    Informationen für Journalisten:

    IBM Deutschland GmbH
    Christine Paulus
    Media Relations IBM Software Group
    Tel: +49 89 4504 1396
    Mobil: +49 151 14270466
    E-Mail: christine.paulus@de.ibm.com

    IBM Deutschland GmbH
    Christian Schäfer
    Corporate Communications / University Relations
    Tel: +49 711 785 4815
    Mobil: +49 163 3415371
    E-Mail: christian.schaefer@de.ibm.com

    Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST
    Britta Schmitz
    Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Telefon: +49 0 231 - 9 76 77-1 60
    E-Mail: britta.schmitz@isst.fraunhofer.de


    Weitere Informationen:

    http://www.ibm.de - weitere Informationen zu IBM Deutschland
    http://www.isst.fraunhofer.de - weitere Informationen zum Fraunhofer ISST
    http://www.fallakte.de - Informationen zur elektronischen FallAkte (eFA)


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Kooperationen
    Deutsch


     

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